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Regio-Nord zieht nicht nur mit Tourist-Info um / Gesellschaft übernimmt Betrieb des gesamten Museums

Glasmacherhaus Neuglobsow wieder täglich geöffnet

Offiziell in neuen Händen: Der Vorsitzende des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide, Dr. Wolfgang Henkel (rechts), hat das Glasmuseum in Trägerschaft der Regio-Nord und damit an Olaf Bechert und Susen Liepner übergeben.
Offiziell in neuen Händen: Der Vorsitzende des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide, Dr. Wolfgang Henkel (rechts), hat das Glasmuseum in Trägerschaft der Regio-Nord und damit an Olaf Bechert und Susen Liepner übergeben. © Foto: MZV
Mandy Oys / 18.02.2017, 07:40 Uhr
Neuglobsow (GZ) Den Weg ins Glasmacherhaus finden die Gäste Neuglobsows regelmäßig. Hier fragen sie nach touristischen Angeboten, nach Feriendomizilen und Zielen in der Umgebung. Jetzt ist das Museum auch offiziell Auskunftspunkt. Die Tourist-Information ist hierher umgezogen.

Mehr als ein Jahrzehnt hatte der Förderverein Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide das Glasmacherhaus betrieben. Doch in den vergangenen Jahren war es immer schwieriger geworden, die Öffnungszeiten zu gewährleisten. Dem Verein standen kaum noch geförderte Stellen zur Verfügung. Schließlich stockte die Gemeinde Stechlin ihren Zuschuss auf. Mit diesem Geld und Mitteln des Vereins gelang es, das Museum an drei bis vier Tagen in der Woche zu öffnen. Dass dies nur eine Lösung auf Zeit sein konnte, betonte der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Wolfgang Henkel, schon damals.

Die Übergabe an die Regio-Nord bezeichnete Henkel als Erleichterung für den Verein und seine Ehrenamtlichen. Im Grunde sei damit eine Idee verwirklicht worden, die schon zu Beginn des Museumsbetriebs angedacht war. Bereits 2003 war es als sinnvoll angesehen worden, Museum und Tourist-Information zusammenzubringen. 13 Jahre später übernimmt nun die Trägerin der Besucherzentren in Neuglobsow und Fürstenberg, die Regio-Nord, das Museum. "Wir dürfen dieses Haus jetzt betreiben", sagte deren Geschäftsführer Olaf Bechert. Langfristig und in Ruhe sei dieser Schritt vorbereitet worden. Dennoch wandte sich Bechert während der offiziellen Übergabe noch einmal mit der Hoffnung an Wolfgang Henkel: "Dass Sie es nicht als Verlust empfinden." Henkel sagte zu, sein Verein wolle auch weiterhin fachlich beratend mithelfen.

Dass das Zusammenspiel von Glasmacherhaus und Tourist-Info der richtige Schritt ist, dessen waren sich nach Aussage von Ortsvorsteherin Kerstin Borret (WG Heimatverein Neuglobsow/Dagow) auch Ortsbeirat und Gemeinde einig. Dr. Diethelm Ronneberger (WG Heimatverein Neuglobsow/Dagow) sagte ganz klar: "Die Finanzierung des Museums konnten auch wir als Gemeinde nicht mehr sichern."

In der Hauptsaison soll das Glasmacherhaus an sieben Tagen in der Woche geöffnet sein, erklärte Olaf Bechert - wie auch in Fürstenberg, dort ist die Tourist-Information wochentags allerdings bis 18 Uhr geöffnet. Bisher sind für Neuglobsow in den Monaten Juli und August Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr angedacht. Von April bis Juni sowie September und Oktober soll das Museum bereits um 15 Uhr geschlossen werden, an den Wochenenden und an Feiertagen bleibe es allerdings bei 16 Uhr. Sollte die Nachfrage da sein, wären auch längere Öffnungszeiten möglich, sagte Olaf Bechert auf Nachfrage. "Wenn Besucher da sind, bleibt das Haus offen."

Alle drei Mitarbeiterinnen der Tourist-Information im Glasmacherhaus sind Teilzeitkräfte, bestätigte Bechert. Neben der langjährigen Kraft Martina Teichmann wird Susen Liepner laut Bechert als "Leiterin des Hauses" fungieren. Auch Renate Fechner soll geringfügig beschäftigt werden. Sie sei verwurzelt mit dem Haus und fachlich ein Gewinn. Fechner arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich im Museum und ist zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin. Jetzt wird sie auch offiziell Aufgaben der Tourist-Information übernehmen. "Wir dürfen ihren Erfahrungsschatz nutzen", so Bechert.

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