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Menzer Taucher präsentieren besonderes Nachschlagewerk

Silke Oldorff, Volker Krautkrämer und Elena Oldorff - stellen ihr Buch: "Pflanzen im Süßwasser" vor,
Silke Oldorff, Volker Krautkrämer und Elena Oldorff - stellen ihr Buch: "Pflanzen im Süßwasser" vor, © Foto: Mandy Oys/GZ
Mandy Oys / 07.05.2017, 21:09 Uhr
Menz (GZ) Das Projekt "Tauchen für den Naturschutz" nahm vor zehn Jahren in Menz seinen Anfang. Heute ist es deutschlandweit etabliert. Jetzt haben Taucher und Naturschützer gemeinsam ein Standardwerk herausgebracht, dass einzigartig ist.

Das sagte der Vizepräsident des Landestauchsportverbandes, Biologe Prof. Dr. Marcus Frohme, am Freitag in Menz. Es habe bisher kein vernünftiges Nachschlagewerk gegeben, das einen Überblick über die Pflanzen im Süßwasser gibt und Tauchern die Orientierung erlaubt. Das Buch, das in der Reihe der Kosmos-Naturführer am 14. Mai erscheinen wird, sei das erste, das alle bedeutenden Wasserpflanzen prägnant beschreibt, Zeichnungen und vor allem Fotos liefert. Frohme zeigte sich überzeugt, dass es Bedeutung für den gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus erlangen wird.

Seit 2013 haben die Autoren daran gearbeitet - Silke Oldorff, die stellvertretende Leiterin des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land, der passionierte Taucher und Gewässerschützer Volker Krautkrämer und Tom Kirschey vom Naturschutzbund (Nabu).

Bis auf wenige Ausnahmen stammen alle Fotos von eigenen Tauchgängen, sagte Krautkrämer. Angefangen habe alles, als Taucher auf die Naturschützer zukamen, erinnerte Silke Oldorff. "Sie brachten uns das Tauchen bei, wir ihnen alles über Pflanzen und Tiere", sagte Oldorff zur Präsentation des Buches. "Wir haben dabei schnell gemerkt, dass es keine geeignete Literatur gibt."

Dass Tauchverbände eng mit dem Naturschutzbund (Nabu) und dem staatlichen Naturschutz zusammenarbeiten, sei etwas Besonderes, sagte Laudator Marcus Frohme. Es habe Zeiten gegeben, in denen beide Gruppen eher verfeindet waren. Jetzt geben sie deutschlandweit gemeinsam Kurse und sogar ein Fachbuch heraus. "Das ist die wichtigste Entwicklung, die der Tauchsport in den vergangenen 20 Jahren in Europa genommen hat", so Frohme.

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