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Besucher entdecken Schloss Liebenberg

Exkurs in die ältere und jüngere Vergangenheit von und Gut Liebenberg: Dr. Thomas Steller lud die Gäste ein, die weitläufige Anlage anhand vieler Hinweise zu erkunden.
Exkurs in die ältere und jüngere Vergangenheit von und Gut Liebenberg: Dr. Thomas Steller lud die Gäste ein, die weitläufige Anlage anhand vieler Hinweise zu erkunden. © Foto: MZV
Volkmar Ernst / 12.09.2017, 08:58 Uhr - Aktualisiert 13.09.2017, 20:10
Liebenberg (OGA) Welche Verantwortung tragen heutige Schlossherren, um das historische Erbe unserer Vorfahren zu bewahren? Auf diese und andere Fragen ging Dr. Thomas Steller während seines Vortrags im Rahmen des Tages des offenen Denkmals ein.

Steller ist bei der DKB-Stiftung, die seit 2000 Eigentümer der weitläufigen Liebenberger Gutsanlage ist, für den Bereich Museum und Bildung zuständig. Er hat somit einen Überblick, was seither gemacht wurde. Denn nach der Wende wechselten mehrfach die Pächter und Eigentümer der zu DDR-Zeiten als Mustergut geführten Anlage. Viel investiert wurde nicht, der Verfall schritt voran. Insofern war es ein Glücksfall, als die DKB Wohnen den Komplex übernahm. Wichtig dabei war das Erarbeiten eines Nutzungskonzeptes, um gezielt investieren und in der Folge auch Erträge erwirtschaften zu können. Erklärtes Ziel war der Wiederaufbau und die Rekonstruktion des Schlosstraktes und der Nordischen Halle, um sie als Hotel und Tageszentrum nutzen zu können. Das hat die DKB-Stiftung geschafft, wobei während der Umsetzung des Ziels so mache Hürde zu meistern war, wie Steller berichtete. Denn bevor der erste neue Ziegel überhaupt gesetzt werden konnte, untersuchten die Archäologen das Areal. Zutage gefördert wurden dabei nicht nur die ehemaligen Fundamente des nach dem Krieg niedergebrannten Traktes, gefunden wurden auf dem Schlosshof sogar Gebeine, die einst auf dem Friedhof rund um die Feldsteinkirche bestattet wurden.

Diese Zeugnisse der frühen Besiedelung zu bewahren, gehört ebenso zur Verantwortung der neuen Schlossherren, wie den einstigen Glanz der fürstlichen Anlage wieder erlebbar zu machen. "Da haben wir noch viel zu tun", verwies Steller nur auf das Inspektorenhaus. Wenn dessen Fassade auch schon im neuen, alten Glanz erstahlt, so wartet das Innere jedoch noch auf die Sanierung. Die soll in Angriff genommen werden, wenn ein mögliches Nutzungkonzept für den Bau erarbeitet ist, so Steller.

Viele Informationen, die die Besucher jedoch nutzen konnten, um im Anschluss bei einem Spaziergang über das Gelände und durch den Park sozusagen "mit geschärftem Blick" nach Details zu suchen. Das wäre nicht mehr möglich, wenn 1952 das Schloss tatsächlich gesprengt worden wäre.

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