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Spitzenspiel
Wasserschlacht endet remis

Wasser überall: Impressionen vom Spiel in Mildenberg
Wasser überall: Impressionen vom Spiel in Mildenberg © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 27.11.2017, 10:10 Uhr
Mildenberg (GZ) Nach dem Spitzenspiel der Fußball-Kreisoberliga zwischen der SG Mildenberg und Spitzenreiter TuS 1896 Sachsenhausen II herrschte am Sonnabend Einigkeit. Darüber, dass die Partie aufgrund der widrigen Platzverhältnisse nicht hätte ausgetragen werden dürfen - und, dass sie im Endeffekt keinen Sieger verdient hatte.

Dies hatte nach zehn Minuten noch ganz anders ausgesehen. Zu diesem Zeitpunkt führte der Gast mit 2:0. Keine vier Minuten waren gespielt, als Stefan Heyer die TuS-Führung erzielte. Die Mildenberger ließen den Sachsenhausener, der mit einem platzierten Schuss ins untere Toreck traf, unbedrängt gewähren. Keeper Florian Sommerfeldt hatte keine Chance. Das war fünf Minuten später anders. Mit dem Ausruf "Leo" kündigte der Schlussmann nach einem hohen Ball seinen Einsatz an, konnte den Kopfball von Miguel Eikelmann aber nicht verhindern.

"Ab diesem Zeitpunkt sind wir die bessere Mannschaft", bemerkte Sascha Michael, der den großen Kampf und die sensationelle Moral seiner Mannschaft lobte. "Wir haben kämpferisch das Spiel bestimmt und haben letztlich verdientermaßen einen Punkt geholt." Die Aufholjagd begann bereits in der 14.Minute. Da traf Robert Buss von der Strafraumgrenze per Flachschuss.

In der Folgezeit hatten beide Mannschaften mit den schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Auf dem Platz hatten sich mehrere große Pfützen gebildet. Landete der Ball im Wasser, blieb er liegen. An einen kontrollierten Spielaufbau war nicht zu denken. "Wir waren alle erstaunt, dass der Schiedsrichter das Spiel überhaupt angepfiffen hat", bemerkte TuS-Defensivspieler Benjamin Gliem. Marc Winkelmann pflichtete dem bei: "Ich spiele seit 13 Jahren in Mildenberg. Solche Bedingungen habe ich hier noch nicht erlebt. Eigentlich ist es eine Frechheit, dass das Spiel angepfiffen wurde."

In diesem trugen die Sachsenhausener im ersten Abschnitt noch einige im Ansatz gefährliche Angriffe vor, kamen aber zu keinem gefährlichen Abschluss. Anders die Mildenberger: Nach flacher Eingabe von Tobias Beyer scheiterte Tobias Hunziger an TuS-Schlussmann Paul Jost (38.). Sekunden vor der Pause setzte Andreas Struck einen Flachschuss knapp am Tor vorbei.

Im zweiten Abschnitt erarbeitete sich Mildenberg Vorteile und kam in der 65. Minute zum verdienten Ausgleich. Das Tor von Tobias Krupa, der aus 25 Metern halbrechter Position ins obere Toreck traf, bezeichnete Gliem als Sonntagsschuss. Sein Keeper Paul Jost war noch mit den Fingern dran und musste nach der Aktion ausgewechselt werden. Wenige Minuten zuvor hatte er sich am Oberschenkel verletzt.

"Wir sind mit dem Ergebnis und der Saison zufrieden", betonte Sascha Michael. Ärgerlich sei nur der späte Gegentreffer beim 2:2 gegen Kremmen gewesen. Ein "Last-Minute-Tor" fing sich die SGM auch fast am Sonnabend ein. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Tobias Boremski am zweiten Pfosten zum Abschluss, scheiterte aber an Sommerfeldt. Gliem: "Wenn du ein 2:0 verspielt, ist natürlich Enttäuschung da. Aber wer weiß, was der Punkt noch wert ist."

Mildenberg: Sommerfeldt - Beyer (47. Heilmann), Hunziger, Krupa (86. Winkelmann), R.Pawletta, Dembowsky, Buss, R. Baumeister, Michael, Struck, Dohnke (76. Schulz)

Sachsenhausen II: Jost (65. Holzhauer) - Lukawski, Nowark, Bittner, Heyer, Boremski, Gliem, Steudtner, Eikelmann (67. Weidner), Koch, Ast

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