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Herbstmeister
Borgsdorf rockt Kreisoberliga

Rutschpartie: Im Spitzenspiel der Kreisoberliga mussten die Teams aus Borgsdorf (in Grün) und Kremmen mit schwierigen Bedingungen zurechtkommen.
Rutschpartie: Im Spitzenspiel der Kreisoberliga mussten die Teams aus Borgsdorf (in Grün) und Kremmen mit schwierigen Bedingungen zurechtkommen. © Foto: Karsten Schirmer
Steffen Kretschmer / 19.12.2017, 09:00 Uhr
Borgsdorf (GZ) Die gute Laune nach Spielschluss war von niemandem zu übersehen, und schon gar nicht zu überhören. Nach ihrem 2:0(2:0)-Sieg über den FC Kremmen in der Fußball-Kreisoberliga stimmten die Spieler des FSV Forst Borgsdorf noch auf dem Platz ausgelassen das klassische "Uffta" an und feierten die Herbstmeisterschaft.

Gegen den Vierten aus Kremmen musste sich der Spitzenreiter kurz vor der Winterpause aber noch einmal gewaltig strecken, um den zwölften Sieg im 15.Spiel einfahren zu können. "Das müssen wir aber eigentlich immer", sagte der Borgsdorfer Ivan Bacak. "Selbstläufer gibt es bei uns nie."

Bacak war es, der in diesem Topspiel für Forst schon früh Verantwortung übernahm. Vom Elfmeterpunkt brachte er den FSV mit 1:0 in Führung. Nach der Partie waren sich jedoch alle einig, "dass das ein Kann-Elfer war. Den muss man nicht geben", gab Borgsdorfs Trainer Kai Felgner zu. Sein Gegenüber, Falk Franke vom FC Kremmen, hatte die entscheidende Situation so gesehen, "dass David Bäker den Arm extra anlegt und Schiedsrichter Tim Gerstenberg trotzdem auf Elfmeter entscheidet".

Bitter für die Gäste war jedoch, dass auch dem zweiten Treffer für Forst eine aus ihrer Sicht unverständliche Entscheidung des Referees vorausging. "Wir müssen vorher einen Freistoß bekommen", sagte Franke. Stattdessen lief die Partie aber weiter und es gab einen Eckball von der rechten Seite für Forst. Philipp Morsch brachte das Spielgerät scharf auf den zweiten Pfosten, wo Ivan Bacak den Ball in aller Ruhe herunternehmen und zum 2:0 einschießen konnte (43.). Bei allem Ärger über einige Entscheidungen des Unparteiischen gestand Franke aber auch ein, "dass wir die erste Halbzeit komplett verpennt haben. Da hätte es auch böser für uns kommen können."

Das sah nach dem Seitenwechsel anders aus. Der FC Kremmen war plötzlich präsenter in den Zweikämpfen und kam auch zu Chancen. Die größte vergab Patrick Breyer in der 52. Minute, als er mutterseelenallein aufs Borgsdorfer Tor zulief. Vielleicht hatte der FCK-Stürmer etwas zu viel Zeit, und war sich nicht sicher, welche Abschlussvariante er wählen sollte. So scheiterte er mit einem unplatzierten Schuss am gut reagierenden FSV-Keeper Michael Kleeblatt. "Wenn Kremmen den 2:1-Anschlusstreffer macht, kann es nochmal eng werden", meinte Kai Felgner nach der Partie. "Unsere erste Halbzeit war aber richtig gut. In dieser müssen wir ein, zwei Tore mehr machen."

Für den FC Kremmen ist diese Niederlage nach Meinung von Falk Franke alles andere als ein Beinbruch, auch wenn das Team die Chance logischerweise gerne genutzt hätte, den Anschluss nach oben nicht ganz zu verlieren. "Wir stehen aber über den Dingen", sagte der FCK-Trainer. "Aufgrund des Spiels vor der Pause ist der Sieg für Borgsdorf verdient. In einem solchen Spiel entscheiden aber immer auch Kleinigkeiten. Und diesmal hat es auch der Schiedsrichter mitentschieden."

Borgsdorf: Kleeblatt - Lorz, Warnke, Kühl, Schöniger (75. Brodkorb), Ratajczak, Aljkanowic, Wünsche, Wittenberg, Bacak, Morsch

Kremmen: Koger - Reiter, Bäker, Rossow, Heilmann, Jopp (72. Böttcher), Lindemann, Pietzofski, Köpke, Breyer, Moldenhauer

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