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Neujahrswanderung
Sagenhafter Fünffingerstein

Unterwegs auf zwei und vier Beinen: Zur Neujahrswanderung in Richtung Fünffingerstein, zu der der Kraatzer Kulturgarten am Montag eingeladen hatte, kamen viele auch mit Hund.
Unterwegs auf zwei und vier Beinen: Zur Neujahrswanderung in Richtung Fünffingerstein, zu der der Kraatzer Kulturgarten am Montag eingeladen hatte, kamen viele auch mit Hund. © Foto: Inez Bandoly/MOZ
Inez Bandoly / 01.01.2018, 21:00 Uhr - Aktualisiert 02.01.2018, 09:39
Kraatz (GZ) Mit einem Neujahrsspaziergang starteten in Kraatz gut 20 Menschen in den ersten Tag 2018. Zu der Wanderung hatte der Kraatzer Kulturgarten mit Marina und Harald Hillebrand eingeladen. Diesmal ging die einstündige Runde zum Fünffingerstein. "Majestätisch thront er auf den Hellbergen bei Kraatz, eingebettet von einem Wäldchen auf einer großen Ackerfläche. Von dort reicht der Blick in das Umland der Stadt Gransee", beschrieb Norbert Wilke vom Verein Grüne Liga Oberhavel, die Sehenswürdigkeit. Den Fünffingerstein brachte die letzte Eiszeit aus Skandinavien vor 22000 Jahren. Die Reise des Findlings begann in Schweden. Nach der Eiszeit besiedelten wieder Menschen das freigewordene Land. Die Herkunft solch riesiger Felsbrocken in dem eher hügeligen Land konnten sie sich damals nicht erklären und so entstanden allerlei Geschichten rund um den Stein.

Die Kraatzer Neujahrsspaziergänger wurden von Marina Hillebrand geführt und sie erzählte ihnen von einer Sage des Autor Werner Krause, die einstmals vor Jahren ein Baumgartener erzählte. Diese lautet wie folgt: In der Baumgartener Heide, die Lange Ecke genannt, waren einmal zwei Arbeiter damit beschäftigt Bäume abzusägen. Da hörten sie jemand rufen: "Wo soll ik ihn laten? Wo soll ik ihn laten?" Das war aber eine Riesin, die von Ruppin kam und einen Stein trug. Der eine Arbeiter horchte auf und sagte: "Da kommt wohl jemand". Nun rief die Riesin wieder: "Wo soll ik ihn laten?" Der andere Arbeiter antwortete ärgerlich: "Schmiet ihn dahin!" Die Riesin warf den Stein fort. Der flog aber bis Kraatz, wo er heute noch liegt. Auf ihm ist noch immer der Abdruck der fünf Finger der Riesin zu erkennen. Sowohl Einheimische als auch eine Berlinerin unter den Wanderern lauschten dieser spannenden Ortsgeschichte.

Bei herrlich frühlingshaftem Wetter liefen die Teilnehmer los, mussten aber schneller als geplant ihr Ziel, den Hügel mit dem Fünffingerstein, wieder verlassen, denn es wehte ein heftiger Wind. Dabei marschierten sie, wie hinzu, wieder zurück über den Acker. Dieses Feld ist sonst nicht zu betreten, aber am Neujahrstag war dies mit Erlaubnis der Agrar GmbH möglich. Am Haus der Hillebrands wieder angekommen, wurden die Wanderer vom Hausherrn mit frisch gegrillten Würstchen und Getränken empfangen.

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