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Liebenwalder Heimat- und Geschichtsverein erinnert an das Gründungsjubiläum

Historie
Geschichtsverein erinnert an Gründungsjubiläum

Feierlicher Umzug: Sowohl historische als auch hochmoderne Maschinen und Gerätschaften, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, wurden während des Korsos gezeigt.
Feierlicher Umzug: Sowohl historische als auch hochmoderne Maschinen und Gerätschaften, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, wurden während des Korsos gezeigt. © Foto: OGA/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 03.01.2018, 18:35 Uhr
Kreuzbruch (OGA) Mittlerweile ist es 301 Jahre her, dass König Friedrich Wilhelm I. die Ländereien "Creutzbruche und Wahse" urbar machen ließ. Seine Überlegungen waren nicht ganz eigennützig, denn der Monarch dachte sehr wohl an die Einnahmen, die ihm die Ansiedlung von neuen Untertanen in die Staatskasse bringen würde. Die Bauern würden Obst, Gemüse und Kartoffeln anbauen, auch Vieh halten und die Waren schließlich verkaufen.

Es hat geklappt, die Überlegungen des Regenten sind aufgegangen. Im vergangenen Jahr konnten die Kreuzbrucher den runden Geburtstag mit einem bunten Fest inklusive Umzug durch den Ort feiern. Wie damals dominiert in dem kleinen Liebenwalder Ortsteil auch heute noch die Landwirtschaft - und das spiegelte sich in dem Traktoren-Korso wider, der zum Auftakt des Festes auf der Kreuzbrucher Straße zu bestaunen war. Bunt mit Blumen, Stroh und alten Gerätschaften geschmückt, beteiligten sich viele Betriebe und Höfe am Umzug. Die Palette der Fahrzeuge reichte vom supermodernen Traktor über den Belarus aus russischer Produktion bis zum Lanz Bulldog, Baujahr 1940.

Liebenwaldes Bürgermeister und Hobbyhistoriker Jörn Lehmann hat sich anlässlich des Jubiläums auf eine Spurensuche begeben, Erstaunliches aus der Geschichte des Ortes zutage gefördert und daraus ein Buch gemacht. Auf 100 Seiten zeichnet er die Entwicklung des heutigen Liebenwalder Stadtteils nach und erklärt, weshalb das einstige Sumpfgebiet besiedelt worden ist, woher die Glocke im Turm der ersten Kirche stammte, welche Bauten die Armee nutzte und warum Kreuzbruch in den 1990er-Jahren für richtig große Schlagzeilen sorgte.

Wer sich dafür interessiert, der sollte am heutigen Donnerstag, in die Liebenwalder Mühlenseeschänke kommen. Auf Einladung des Heimat- und Geschichtsvereins wird Jörn Lehmann die Gäste ab 19 Uhr zu einer Reise in Wort und Bild in die Vergangenheit des kleinen Ortsteils einladen.

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