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Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes stimmt Beteiligte nach jahrelangem Hin und Her versöhnlich

Weißes Haus feierlich übergeben

Übergabe: Aus den Händen von Arno Dahlenburg nahm Ortsvorsteher André Witzlau entgegen.
Übergabe: Aus den Händen von Arno Dahlenburg nahm Ortsvorsteher André Witzlau entgegen. © Foto: Stephanie Fedders
Stephanie Fedders / 12.02.2018, 16:17 Uhr
Mildenberg (MOZ) Wenn in der Zehdenicker Verwaltung oder in der Stadtverordnetenversammlung in den vergangenen Jahren von einer Baumaßnahme gesprochen wurde, die die Attribute schwierig, anstrengend und langwierig auf sich vereinte, wusste jeder sofort, worum es ging: Die Sanierung des "weißen Hauses" in Mildenberg.

Von der Baugenehmigung bis zur Freigabe vergingen mehr als drei Jahre. Am Montag war es endlich soweit: Das Gebäude wurde offiziell übergeben. Aus diesem Anlass stimmte nicht nur der Chor der Grundschule unter der Leitung von Anke Weingärtner versöhnliche Töne an - auch alle Beteiligten ließen die Zeit der Auseinandersetzungen hinter sich und freuten sich über das Ergebnis.

Fünf Räume sind entstanden, die nicht nur für die Schulspeisung genutzt werden, sondern auch dem Jugendclub, den Senioren oder dem Ortsbeirat zur Verfügung stehen. "Als Gemeindezentrum kommt das Haus allen zugute. Wir haben etwas für die Zukunft geschaffen", freute sich Ortsvorsteher André Witzlau, verbunden mit einem Dankeschön an die Stadtverordneten nach "vielen Jahren Kampf". Mehr als zehn Jahre beschäftigte die Mildenberger die unbefriedigende räumliche Situation. Nicht nur das "weiße Haus" war in die Jahre gekommen, auch das zweite Nebengebäude der Schule genügte kaum noch modernen Ansprüchen im Bereich der Essensausgabe oder der sanitären Anlagen. Was und vor allem wie saniert werden sollte, führte zu kräftezehrenden Diskussionen unter allen Beteiligten.

Letztlich setzte sich die Idee der Sanierung und Umwandlung in ein Multifunktionsgebäude durch - "das war auch der Aufhänger, um Fördermittel zu bekommen", erklärte Bürgermeister Arno Dahlenburg (SPD) in seiner Laudatio. Am 12. Januar 2015 war die Baugenehmigung eingetroffen, am 3. Juni 2016 gab es den Fördermittelbescheid und im Februar 2017 waren die Ausschreibungen fertig, so dass im März vergangenen Jahres mit den Arbeiten begonnen werden konnte. "Nach BER angefangen, aber vorher fertig", bemerkte Stadtverordnetenvorsteher Hartmut Leib (SPD) ironisch.

Auf den letzten Metern wurde es noch einmal spannend. Nach der Bauabnahme am 2. Februar fehlte nur noch das Mobiliar zum Einzug. Und der Übergabetermin. Dass es der 12. Februar werden sollte, lag eigentlich auf der Hand. Geburtstagskind Karin Schulze, langjährige Schulleiterin und Stadtverordnete, war bereits bei der ersten Einweihung des Schulerweiterungsbaus 1993 an gleicher Stelle dabei. Damals wurden dringend neue Klassenräume benötigt, um den Status als Gesamtschule zu erhalten.

Heute gehen 111 Mädchen und Jungen in Mildenberg zur Schule. Die Zahlen sind stabil. Das rechtfertigt nicht zuletzt diese Investition im größten Zehdenicker Ortsteil.

Das Vorhaben in Zahlen:


■ Die Baumaßnahme "weißes Haus" hat insgesamt 440 000 Euro gekostet
■ 188 000 Euro davon kommen aus dem EU-Förderprogramm Leader
■ 25 000 Euro wurden in die Küche investiert, 6 000 Euro in die Ausstattung der Speiseräume für die Mildenberger Grundschule "Am Ziegeleipark"
■ Die Stadt Zehdenick als Bauherrin vergab die Aufträge in kleinen Losen. Insgesamt wurden für die einzelnen Gewerke vergeben. (fes)

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