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Verkehr
Rohrbruch verwandelt B 96 in ein Nadelöhr

Hatten in den vergangenen Tagen alle Hände voll zu tun: Mitarbeiter des Eigenbetriebs Wasser-Abwasser beseitigten die Havarie. Die Bundesstraße benötigt aber noch eine neue Trag-Bindeschicht aus Bitumen.
Hatten in den vergangenen Tagen alle Hände voll zu tun: Mitarbeiter des Eigenbetriebs Wasser-Abwasser beseitigten die Havarie. Die Bundesstraße benötigt aber noch eine neue Trag-Bindeschicht aus Bitumen. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 15.05.2018, 18:13 Uhr
Fürstenberg (MOZ) Gleichsam einen Supergau musste der Fürstenberger Eigenbetrieb Wasser/Abwasser in den vergangenen Tagen bewältigen. Aus dem Nichts hatten sich einen Tag vor Himmelfahrt plötzlich – ohne dass es regnete – Wasserpfützen auf der B 96 in Fürstenberg gebildet. Sie ließen Schlimmstes befürchten. Und tatsächlich: Direkt am B-96-Abzweig Dammstraße war unterirdisch ein Rohr gebrochen.

Die Havarie zwang den Eigenbetrieb, die viel befahrene Bundesstraße halbseitig zu sperren. Eine Ampel regelte den Verkehr auch am Wochenende – bis Dienstagabend. Seitdem kann die Straße wieder befahren werden und gilt der Schaden als behoben.

Doch viele Einheimische und auch Transitreisende fragten sich, warum dauerte die Reparatur des Rohres denn nur so lange? Dr. Ralf Lunkenheimer, Leiter des Eigenbetriebs, erläuterte die Situation. Danach war ein Rohr geborsten, das es eigentlich nicht mehr geben konnte. „Es ist eine alte Leitung, die in keinen Aufzeichnungen mehr vorhanden ist und zu DDR-Zeiten genutzt wurde“, erklärte er. Vor Jahrzehnten war sie abgeklemmt worden, dennoch habe das Rohr ständig unter Wasserdruck gestanden. „Schließlich war es gebrochen, sodass permanent Wasser auslief“, so Lunkenheimer. Der Druck sei so stark gewesen, dass das Wasser sogar durch die Bitumen-Schicht sickerte, wobei die Suche nach dem Leck sich äußerst schwierig gestaltete.

Als das Rohr entdeckt wurde, war klar, dass die völlige Durchnässung des Gebietes eine Verdichtung, um die Straße befahrbar zu machen, erschweren würde. „Geradezu versumpft war der ganze Bereich.“ Deshalb musste Material aufwendig abgetragen werden. Außerdem sei man gezwungen gewesen, zwei bis drei Tage zu warten, ehe die Baugrube auf der Bundesstraße wieder geschlossen werden konnte. Vor allem am Sonntag sei es zu sehr langen Staus gekommen, berichtet Lunkenheimer.

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