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Verzögerung
Bauarbeiten dauern an: Oranienburger Bahnhof wird später fertig

Klaus D. Grote / 14.06.2018, 06:11 Uhr
Oranienburg (MOZ) Die Bauarbeiten im Bahnhof Oranienburg dauern länger als geplant. Auf der Baustelle wird es richtig eng, wenn die Bahnkunden wegen der bevorstehenden Streckensperrungen in die S-Bahn umsteigen müssen.

Die Treppe vom Bahnhofstunnel zum S-Bahnsteig ist gesperrt. In Pink ist der Hinweis freihändig auf Bretter gesprüht worden. Auch die Wegweiser zu den beiden anderen Bahnsteigen sind provisorisch, wobei der mittlere Bahnsteig derzeit gar nicht angefahren wird. Wann die Bauarbeiten abgeschlossen werden, konnte die Bahn auf Nachfrage nicht mitteilen. Eigentlich sollte das Empfangsgebäude nach dreimonatiger Bauphase fertig sein.

Im Bahnhof Oranienburg wird seit fast drei Monaten gebaut. Dort, wo neuer Putz auf die Wände gespritzt wird, werden Holzständer und Planen aufgebaut. Fahrgäste müssen sich daran vorbei schlängeln. Die Treppe zum Bahnsteig und Gleis 20 war zeitweise nur einen spaltbreit geöffnet. Das Nadelöhr wurde spätestens beim Tragen eines Kinderwagens zum Problem, denn auch der Fahrstuhl war eine Zeitlang gesperrt. Berliner Senioren mit E-Bikes, die ihre Touren in Oranienburg starten, standen oft verzweifelt vor der Treppe: ihnen blieb nichts anderes übrig, als ihre schweren Fahrräder zu tragen.

Ab Freitag startet und endet der Regionalexpress RE 5 eine Woche lang in Oranienburg. Für die Verbindung nach Berlin-Gesundbrunnen steht dann lediglich die S-Bahn zur Verfügung. Das könnte heikel werden. Denn in der Sommersaison sind neben vielen Fahrradtouristen auch große Gruppen, Schulklassen und Urlauber mit großen Koffern unterwegs. Sie alle müssen sich dann durch den engen, halbseitig gesperrten und staubigen Tunnel, über den Vorplatz und die Treppe zum S-Bahnsteig drängeln.

Es bleibt nicht bei der einwöchigen Sperrzeit. Vom 29. Juli bis 29. August fahren erneut keine Züge zwischen Oranienburg und Gesundbrunnen. Die Züge von und nach Rostock werden umgeleitet, die Züge von und nach Stralsund werden unterbrochen.

Das insbesondere in den Sommermonaten stark zugenommene Fahrgastaufkommen macht deutlich, wie dringend eine Direktverbindung zur Ostsee ist, auch weil immer mehr Urlauber mit großen Koffern in den Zügen sitzen, die in Rostock an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen wollen. Der geplante Intercity mit Halt in Oranienburg soll aber erst im Dezember 2019 starten. Bis dahin müssen sich Oranienburger, die zum Beispiel mit Fahrrad in den RE 5 Richtung Norden einsteigen wollen, darauf einstellen, dass sie keinen Platz finden. Am Montag erging es einigen Oranienburgern so, als der bereits völlig überfüllte RE 5 aus Berlin ankam. Für Fahrräder war einfach kein Platz mehr.

Richtig voll wird es in den Zügen, wenn vom 27. Juni bis 1. Juli wieder das Fusion-Festival in Lärz an der Müritz startet. Die Bahn setzt dann auch Sonderzüge ein.

Ersatzverkehr und Sonderzüge

■ Wegen Brückenarbeiten am Karower Kreuz, das komplett erneuert wird, kommt es immer wieder zu Sperrungen und Zugausfällen. Betroffen sind die S-Bahnlinien S2 und S8 sowie der Regionalverkehr.

■ Sperrungen des RE 5: von Freitag, 22 Uhr, bis Sonntag,  23.45 Uhr, Zugausfall zwischen Berlin-Hauptbahnhof und Oranienburg sowie von Montag,  4 Uhr, bis Freitag, 22. Juni, 18.45 Uhr, zwischen Gesundbrunnen und Oranienburg. Ersatzweise muss die S1 genutzt werden. Vom 29. Juli bis 29. August fährt der RE 5 ebenfalls nicht zwischen Oranienburg und Gesundbrunnen.

■ Mit sehr vollen Zügen ist zwischen Mirow und Berlin während des Fusion-Festivals in Lärz vom 27. Juni bis 1. Juli zu rechnen. Die Bahn setzt Sonderzüge ein. Diese starten am Mittwoch und Donnerstag am Berliner Hauptbahnhof Richtung Lärz mit Halt in Oranienburg (15.46 Uhr und 19.42 Uhr/19.50 Uhr) sowie Halten in Löwenberg, Gransee, Dannenwalde und Fürstenberg. Sechs Sonderzüge (nur Halt in Oranienburg) werden für die Rückfahrt am 1. Juli eingesetzt. ⇥(kd)

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