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Telekom
Einwohner gegen Funkmast mitten im Dorf

In Schönermark engagiert sich auch eine Bürgerinitiative gegen den Funkmast.
In Schönermark engagiert sich auch eine Bürgerinitiative gegen den Funkmast. © Foto: MOZ/Matthias Henke
Thomas Pilz / 22.06.2018, 15:49 Uhr - Aktualisiert 22.06.2018, 16:44
Schönermark (MOZ) Es bleibt dabei: Mitten in Schönermark an der Dorfstraße wird keine Basisstation für den Mobilfunk errichtet. Der Gemeinderat erteilte dem Angebot der Deutschen Telekom am Donnerstagabend mehrheitlich eine Absage.

Nicht durchsetzen konnte sich dagegen ein Antrag von Axel Leben (WG BI Schönermark), Vorsorge zu treffen und sämtliche künftigen Funkmast-Projekte in einem Umkreis von weniger als 500 Meter Entfernung von der Wohnbebauung aus gesundheitlichen Gründen abzulehnen. Wolfgang Schwericke vom Amt Gransee warnte vor falschen Erwartungen diesbezüglich. Solch ein Beschluss könne sich nur auf kommunales Land beziehen, private Flächen würde er nicht tangieren. Zugleich betonte Schwericke, keine Kenntnis von einem angeblichen Projekt zu haben, dass am Schönermarker Kirchturm eine Antenne installiert wird.

Den Ausschlag für das negative Votum des Gemeinderates gegenüber dem Funkmast-Angebot gab eindeutig die Sorge um die Gesundheit: Zahlreiche Anwohner hatten sie öffentlich während einer Versammlung und auch in der Gransee-Zeitung mehrmals kundgetan.

Überdies zeigte sich der Gemeinderat verärgert, dass die Telekom den dringend notwendigen Breitbandausbau in der Region offenbar aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet. So hatte Bürgermeisterin Kirsten Schulz (WG BI Schönermark) aus einer Mitteilung der Telekom zitiert, wonach der Konzern alternative Standorte für einen Funkmast geprüft habe und alle ablehnte.

Gemeindevertreter Matthias Koebbel (WG BI Schönermark) gab zu bedenken, es gebe durchaus Bedarf nach einer guten Mobilfunkverbindung im Dorf. „Wir sollten uns die Chance nicht generell verbauen, falls doch ein Alternativ-Standort angeboten wird, zumal es auch Studien gibt, die keine Gesundheitsgefahren feststellen“, meinte er.

„Eine überwiegende Anzahl von Bürgern im Dorf will einen Funkmast aber nicht um jeden Preis errichten lassen“, stellte Bürgermeisterin Schulz klar.

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