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Konversionssommer
Frühere Garnison Vogelsang lockt Besucher an

Beliebte Führungen: Einmal im Jahr ist die frühere Garnison Vogelsang öffentlich zugänglich.
Beliebte Führungen: Einmal im Jahr ist die frühere Garnison Vogelsang öffentlich zugänglich. © Foto: Volkmar Ernst
Martin Risken / 28.07.2018, 17:22 Uhr - Aktualisiert 02.08.2018, 11:46
Vogelsang (MOZ) Der Konversionssommer steht in diesem Jahr unter dem Motto „Konversion – from lost to won places“ (von verlorenen zu gewonnenen Plätzen). Dieser Leitsatz trifft genau, worum es bei der Konversion geht: Die durch Jahrzehnte der militärischen Nutzung „verloren gegangenen“ Orte für die zivile Nutzung und damit für die Bürger zurückzugewinnen. Im Rahmen des Konversionssommers kann am 25. August zwischen 10 und 17 Uhr auch die ehemalige Garnison Vogelsang wieder besichtigt werden.

Bürger und Gäste der Stadt Zehdenick haben die Möglichkeit, sich über das Rückbauvorhaben zu informieren und an Führungen in der ehemaligen Garnison teilzunehmen. Treffpunkt ist in Vogelsang hinter dem Bahnübergang im Burgwaller Weg 1a vor der ehemaligen Parkettfabrik. Die Waldspaziergänge in Vogelsang finden zu Fuß und mit dem Fahrrad statt. Die Führungen zur Garnison und zum Raketenlager beginnen gegen 10 beziehungsweise 13 Uhr. Eine Öffnung eines Bunkers ist derzeit nicht möglich. Vogelsangs ehemaliger Ortsvorsteher Rainer Lebelt wird wieder seine Fahrradführung anbieten.

Konversionsexperte Mario Hoffmann wird die kurze Führung ab 10 Uhr übernehmen, die bis zirka 12.30 Uhr dauern. Für 13 Uhr liegen ihm bereits Anmeldungen für seine „Spezialführung“ vor. Diese wird rund vier Stunden dauern. Bereits angemeldet haben sich Interessenten aus Greifswald.

Wer sich den Führungen anschließen möchte, sollte seinen Personalausweis nicht vergessen. Vor dem Betreten des Geländes ist in einer Liste eine Erklärung zur Haftungsfreistellung zu unterschreiben.

Viel geblieben ist von der Garnison Vogelsang nicht. Anfang der 1990er-Jahre machten Militärflächen acht Prozent der brandenburgischen Landesfläche aus. Diese riesigen Areale sinnvoll zivil zu nutzen, war die große Herausforderung der vergangenen 25 Jahre – der sich Bund, Land und betroffene Kommunen mit Unterstützung der Europäischen Union gestellt haben. Mit Erfolg. Wurde in den Anfangsjahren Wohnraum geschaffen, standen später die Ansiedlung von Industrie, Gewerbe sowie alternativen Energien und der Erhalt wertvoller Biotope und Wildnisräume im Vordergrund.

Die Anstrengungen haben sich gelohnt, sie haben erheblich zur Entwicklung des Landes Brandenburg beigetragen. Noch immer konnten aber nicht alle ehemaligen Militärflächen einer zivilen Nutzung zugeführt werden. Sei es, weil erhebliche Kampfmittelbelastungen die Arbeit erschweren. Sei es, weil beispielsweise Anforderungen des Natur- oder des Denkmalschutzes zu beachten sind. Gerade in jüngster Zeit erzielte Erfolge sind aber weiterhin Ansporn.(ris)

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