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Gedenkstätte
Vergangenheit verpflichtet

Im Archiv: Teilnehmer beim Quellenstudium.
Im Archiv: Teilnehmer beim Quellenstudium. © Foto: unknown
Thomas Pilz / 04.08.2018, 08:23 Uhr - Aktualisiert 04.08.2018, 13:19
Ravensbrück (MOZ) Es ist schon eine seit Jahren gepflegte Tradition: Vor allem in der Sommerferienzeit kommen dutzende Jugendliche unterschiedlichster Herkunft und Nationalität in der Gedenkstätte Ravensbrück zusammen.

In sogenannten Workcamps setzen sie sich intellektuell im Archiv oder bei Instandsetzungsarbeiten auf dem Gelände der Gedenkstätte mit der schrecklichen Vergangenheit des einstigen KZ auseinander.

Diesen Sommer engagieren sich im Rahmen der internationalen und regionalen Workcamps bis Mitte September rund 80 Freiwillige aus aller Welt, so die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. „Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen aus zahlreichen amerikanischen, asiatischen und europäischen Ländern“, heißt es.

Seit Montag wird das erste Workcamp dieser Saison veranstaltet. 14 Jugendliche und junge Erwachsene aus Bolivien, China, Spanien, Taiwan, der Türkei, Mexiko, Russland und der Ukraine setzen sich mit der Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück künstlerisch auseinander. Aber auch praktische Erhaltungs- und Pflegearbeiten im Gelände sollen erledigt werden – und zwar bis 14. August.

Kooperationspartner bei den insgesamt vier Sommer-Workcamps sind die Vereinigung Junger Freiwilliger e. V. (VJF), Service Civil International (SCI), eine Frauen/Lesben/Inter-/Trans-Gruppe sowie die Kolping-Jugend Berlin. Die Teilnehmerinnen des Frauen/Lesben/Inter-/Trans-Baucamps, das in diesem Jahr zum 21. Mal stattfindet, haben sich in den vergangenen Tagen vorrangig mit dem Gedenkort Uckermark beschäftigt.

Die Berliner Kolping-Jugend wird nach einem Arbeitseinsatz mit zeitweise rund 60 Teilnehmern aus allen Altersgruppen im April vom 7. bis 9. September erneut in der Gedenkstätte Ravensbrück aktiv sein.

Den Höhepunkt der Workcamps bildet die Teilnahme am inzwischen „14. Ravensbrücker Generationenforum“, das am Sonntag beginnt und bis Donnerstag veranstaltet wird – erneut unter Federführung der  Dr. Hildegard Hansche Stiftung. Dabei sind unter anderem Schülerinnen und Schüler der Irena-Sendler-Schule aus Hamburg. Sie können mit den Ravensbrück-Überlebenden Emmie Arbel, Batsheva Dagan, Selma van de Perre und Judit Varga zusammenkommen und die Begegnung künstlerisch verarbeiten.

Hintergrund

■  Das Kolpingwerk ist ein internationaler katholischer Sozialverband mit Sitz in Köln in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins.

■  Die Vereinigung Junger Freiwilliger e. V. (VJF) ist ein Berliner Verein, der seit 1990 Jugendcamps und soziale Projekte organisiert.

■  Der Service Civil International (SCI) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die in mehr als 40 Ländern verschiedene freiwillige Hilfs- und Friedensdienste organisiert.⇥(pilz)

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