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Protest
Widerstand gegen Funkmast an der Feuerwehr

Sind umstritten: Funkmasten in Dörfern (Symbolfoto).
Sind umstritten: Funkmasten in Dörfern (Symbolfoto). © Foto: dpa
Matthias Henke / 09.10.2018, 15:00 Uhr
Sonnenberg (MOZ) Gegen die Errichtung eines Mobilfunkmastes am Gerätehaus der Feuerwehr in Sonnenberg regt sich Widerstand. Es soll eine Unterschriftensammlung gegen den Bau der Anlage gestartet werden, mit dem Ziel, diesen zu stoppen.

Das kündigte der Sonnenberger Sylvio Franke am Montag an. Als problematisch sehe er insbesondere den gewählten Standort in der Dorfmitte an. „Da wird ein Spielplatz errichtet und direkt daneben ein Sendemast aufgestellt, und die Kinder sollen dann in der vollen Strahlung spielen“, so Franke. Wenn es um die Gesundheit gehe, erwarte er ein Mitspracherecht. Unverständlich sei, dass solch ein Vorhaben nicht mit den Bürgern im Vorfeld abgestimmt wurde. Es sei wohl unumstritten, dass solche Anlagen nur aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten direkt in den jeweiligen Ortslagen errichtet werden. Alternativen seien offenbar gar nicht geprüft worden. „Von einem Ortsvorsteher und einem Gemeindebürgermeister hätte man hier mehr Fingerspitzengefühl und Weitsicht erwartet“, so Franke weiter. Er hege aber die Hoffnung, mit der Unterschriftensammlung den Bau in Sonnenberg noch stoppen zu können.

Sonnenbergs ehrenamtlicher Bürgermeister Ralf Wöller (CDU) wollte sich auf Nachfrage dieser Zeitung nicht zu dem Thema äußern. Er verwies in dieser Angelegenheit auf die Granseer Amtsverwaltung. Die dort Zuständigen waren am Montag für eine Stellungnahme aber nicht zu erreichen.

In Sonnenbergs Nachbargemeinde Schönermark war der Bau eines Mobilfunkmastes an der Bushaltestelle in der Dorfmitte  nach öffentlicher Diskussion im dortigen Gemeinderat vor etwa einem Vierteljahr gestoppt worden. Zwischenzeitlich hatte sich im Ort  auch eine Bürgerinitiative dagegen gegründet. Seitens der Gemeinde war noch versucht worden, mit der Telekom über Alternativen zu dem Standort in der Dorfmitte zu verhandeln. Das Unternehmen hatte die vorgeschlagenen Varianten aber aus Kostengründen verworfen.

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