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Fußball
SVA-Trainer fordert: „Mund halten und Gras fressen!“

Stefan Zwahr / 16.10.2018, 16:12 Uhr
Altlüdersdorf (MOZ) Diese Niederlage hat gesessen: Mit 1:6 verlor der SV Altlüdersdorf in der Fußball-Oberliga Nord bei Hertha 03 Zehlendorf. Der Gegner habe nicht einmal Bäume ausgerissen, betont SVA-Trainer Steffen Borkowski. Vielmehr habe seine Mannschaft, die in den letzten drei Spielen nur einen Punkt holte und zehn Gegentore kassierte, haarsträubende Fehler gemacht.

Und nun? „Die Situation ist doch recht prekär“, sagt der Coach, der Ende September die Nachfolge von Dariusz Bucinski angetreten hatte. Nun will er am Dienstagabend viele Gespräche führen. „Jeder Spieler soll seine Leistung einschätzen und sagen, wie er sich die Zukunft vorstellt.“

Aus dem 23-köpfigen Kader des SVA (mit sieben Punkten aus neun Spielen Viertletzter der Tabelle) standen am Spieltag sieben Spieler nicht zur Verfügung. „Das ist für uns nicht aufzufangen“, weiß Borkowski – fügt aber an: „Die Niederlage nur auf die personelle Situation zu schieben, ist zu einfach.“ Vielmehr seien in solchen Spielen diejenigen gefordert, die sich immer mehr Einsatzzeit wünschen. „Wenn sie dann spielen, kommt zu wenig. Da kommt dann die Frage der Selbstreflexion.“

Dem Übungsleiter der Lila-Weißen fehlt bei einigen Akteuren „die richtige Einstellung zum Spiel und die Identifikation mit dem Verein“. Ein Sportteam sei eine Zweckgemeinschaft, die funktionieren müsse. „Das passt nicht mit allen Charakteren. Wichtig ist, sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, die Ärmel hochzukrempeln und Fußball zu arbeiten. Man muss wenigstens kämpfen. Ich werfe einigen vor, das gegen Hertha 03 nicht getan zu haben. Einige glauben, die Liga fußballerisch bestimmen zu können. Diese Qualität ist aber definitiv nicht gegeben. Ich erwarte, dass die Spieler in jedem Spiel alles geben.“

Darüber, dass in Berlin Zehlendorf einer der Schiedsrichter-Assistenten „einen unglücklichen Tag mit drei Fehlentscheidungen“ erwischte, könne diskutiert werden. „Sechs Gegentore sind aber zu fett. Grundsätzlich hilft es uns nicht, über Fehlentscheidungen und verletzte Spieler zu klagen, denn die Einstellung bringt jeder Spieler selbst mit.“ Es würde nur einen Weg geben, um den Bock umstoßen zu können: „Mund halten und Gras fressen!“

Wozu die Mannschaft in der Lage ist, habe sie am 29. September beim 2:0-Sieg in Wismar gezeigt. „Da war zu sehen, dass eine gewisse Qualität da ist.“ Weiter geht es für den SVA am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SC Staaken: Steffen Borkowski: „Dieses Team habe ich in Lichtenberg spielen sehen. Da kommt einiges auf uns zu.“ Danach stehe das Abstiegsderby in Stendel und das Spiel gegen Tennis Borussia an. „Es kommen schwere Wochen für uns.“

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