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Gedenken
Tafel erinnert an jüdische Familie

Vorfreude: Vor allem für die Kinder ist der Lampionumzug durch Glambeck immer ein Ereignis.
Vorfreude: Vor allem für die Kinder ist der Lampionumzug durch Glambeck immer ein Ereignis. © Foto: MOZ/Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 07.11.2018, 16:00 Uhr
Glambeck (MOZ) Eigentlich ist St. Martin erst am 11. November unterwegs. Doch weil das ein Sonntag ist und vor allem die Kinder etwas vom Martinsfest haben sollen, wird der Heilige in Glambeck auf Einladung der Kirchengemeinde und des Ortsbeirates bereits am Sonnabend, 10. November, Einkehr halten. Eröffnet wird die Feier um 17 Uhr mit einem Gottesdienst und Anspiel in der Kirche. Pfarrer Holger Braun wird über das Leben von St. Martin berichten. Im Anschluss formiert sich vor dem Gotteshaus der Tross mit den Laternen, um durch den Ort zu ziehen.

Das Besondere in diesem Jahr ist ein Halt an der Tanne im Kreisverkehr. Dort soll mit einer Gedenktafel an die jüdische Familie Labe erinnert werden. Sie betrieb im Ort einen Kolonialwarenladen. In der Nacht des 9. November drangen SA-Leute in das Haus und Geschäft der der Familie ein. Die Einrichtung wurde zerstört. Die Habseligkeiten wurden am ehemaligen Dreieck, dort, wo sich heute der Kreisverkehr befindet, aufgeschüttet und dann angezündet. Danach verlieren sich die Spuren der Familie und des jüdischen Lebens in Glambeck. Zum Verbleib haben die Einwohner in einer Arbeitsgruppe bereits Informationen zusammengetragen, die in die Chronik des Ortes Eingang finden sollen.

Zurück auf der Festwiese wird  das Martinsfeuer entzündet. Für Bratwurst, Glühwein und Kinderpunsch sei gesorgt, versprechen die Organisatoren. Die Aufbauhelfer treffen sich am Sonnabend um 10 Uhr, Treffpunkt für den Abbau am 11.11. ist – na, klar – um 11.11 Uhr.(veb)

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