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Fußball
„Wir hatten das nötige Spielglück“

„Wir haben ein bisschen Glück gehabt“: Dennoch sei der Sieg aus Sicht von Zehdenick-Kapitän Christoph Nebert (rechts im Duell mit dem Veltener Timo Buer) verdient gewesen.
„Wir haben ein bisschen Glück gehabt“: Dennoch sei der Sieg aus Sicht von Zehdenick-Kapitän Christoph Nebert (rechts im Duell mit dem Veltener Timo Buer) verdient gewesen. © Foto: Stefan Zwahr
Stefan Zwahr / 25.11.2018, 16:53 Uhr
Zehdenick (MOZ) Nach dem Kreisderby der Fußball-Landesliga Nord zwischen dem SC Oberhavel Velten und dem SV Zehdenick (0:2) gingen die Meinungen auseinander. Die Ofenstädter haderten mit dem Referee und hoben das eigene Chancenplus hervor, die Gäste sprachen von einem cleveren Auftritt.

Das große Plus der Havelstädter war deren Effektivität. Im ersten Abschnitt kamen die Zehdenicker zu einer nennenswerten Chance und nutzten diese zur Führung, als Luca Krüsemann eine flache Eingabe von Sebastian Hauck über die Linie drückte (35.). Der Vorbereiter war auf der rechten Seite in abseitsverdächtiger Position in Szene gebracht worden.

Das sah auch SCO-Trainer Christian Eichelmann so. Sein Fazit: In den wichtigen Situationen hätten die drei Unparteiischen viel falsch gemacht. In der Schlussphase sei ein Elfmeter nach Foul an Kevin Köhn nicht gegeben wurden. Und vor dem 0:2 in der Nachspielzeit des zweiten Abschnitts habe es ein Vergehen gegen Malte Borchert gegeben. So konnte der Angriff über die linke Seite nicht unterbunden werden. Stefan Kerl gab den Ball in die Gefahrenzone, wo Patrick Breyer am langen Pfosten vollendete. Wenige Minuten zuvor hatte Velten-Keeper Christian Strehk mit einer Glanzparade gegen Christian Voß die Entscheidung verhindert.

Zu mehr Möglichkeiten kamen die Gäste vor 103 Zuschauern nicht. „Wir haben die Angriffe aber einfach mal richtig durchgespielt“, unterstrich Trainer Daniel Runge. Und dies sei dem Gegner halt nicht gelungen. „Velten hat auf Konter gespielt, wie ich es vorher vermutet habe. Sie wurden auch gefährlich, aber zwingend waren nur wenige Aktionen.“

Dies zeigte sich schon zu Beginn der Partie. In der Anfangsviertelstunde hatte der Gastgeber eine Handvoll gute Offensivaktionen, ohne dabei aber Torgefahr auszustrahlen.  In Strafraumnähe sei seine Mannschaft zu ungefährlich gewesen, räumte auch Eichelmann ein. Zu dicken Möglichkeiten kamen seine Schützlinge nur zu Beginn der zweiten Halbzeit. Kevin Köhn schoss knapp drüber (50.), Oskar Rittner scheiterte mit einem Schuss aus der Drehung an Keeper David Rogowski (52.) – und setzte das Leder dann an die Latte des leeren Gehäuses (63.).  Eichelmann: „Wir haben gut gespielt, müssen aus den Chancen aber was machen.“ Auch in der Folgezeit war sein Team immer bemüht. „Die Abschlüsse kamen aber zu spät oder waren nicht präzise genug. Du hättest sieben oder acht Tore machen können.“ Pech hatte Köhn, als sein Flachschuss knapp am Pfosten vorbeistrich (83.). Rittner wiederum scheiterte am herauseilenden Rogowski (88.).

„Wir hatten das nötige Spielglück“, bemerkte Runge nach der intensiven Partie. Dass in dieser vier der fünf gelben Karte für Velten gezeigt wurden, konnte Eichelmann nicht verstehen. „Das Spiel wurde von beiden Teams gleich hart geführt. Ich sage sonst nichts gegen Schiedsrichter. Aber diese Sachen haben das Spiel neben unserer Harmlosigkeit mitentscheidend.“

VELTEN: Strehk - K. Purrmann, Goetsch (73. Wieland), Abderrahmane, Wolff, N. Purrmann, Duhme, Borchert, Rittner, Köhn, Moldenhauer (41. Buer)

SVZ: Rogowski - Wegener, Hauck (65. Breyer), Gentz, Krüsemann, Nebert, Neukirch, Woiton (67. Grüning), Voß, Pritzel (85. Kerl), Brandt

Zehdenick-Kapitän Christoph Nebert sprach von einem ziemlich kampfbetonten Spiel, in dem der Schiedsrichter auf beiden Seiten viel habe laufen lassen. „Einiges hätte man mehr unterbinden müssen.“

Seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit ein bisschen Glück gehabt. „Da war Velten direkt nach der Pause am Drücker. In der ersten Viertelstunde haben wir keine Entlastung mehr gefunden.“ Letztendlich sei der Sieg aber verdient gewesen.

Immens wichtig sei der Dreier gewesen. „In den letzten Spiele habe wir viele individuelle Fehler und dadurch die Gegentore quasi selbst gemacht.“ Trotz der gefühlten Niederlage gegen den FC 98 Hennigsdorf (3:3) habe er das Gefühl, „dass wir langsam in den Tritt kommen.“

Von einer Erfolgsserie will Nebert noch nicht sprechen. „Aber es läuft – und das soll so bleiben.“Wichtig sei darum, vor dem anstehenden Spiel bei Einheit rleberg unter der Woche Vollgas zu geben.“⇥(sz)

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