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Finanzierung
Schleusen-Neubau könnte Boom im Wassertourismus auslösen

Besiegelt: Alexander Laesicke (l.) und Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte unterzeichneten gestern im Schloss  die Finanzierungsvereinbarung zum Neubau der Schleuse Friedenthal.
Besiegelt: Alexander Laesicke (l.) und Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte unterzeichneten gestern im Schloss  die Finanzierungsvereinbarung zum Neubau der Schleuse Friedenthal. © Foto: Friedhelm Brennecke/MOZ
Friedhelm Brennecke / 06.12.2018, 17:16 Uhr - Aktualisiert 06.12.2018, 17:37
Oranienburg (MOZ) Mit der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung habe die Stadt Planungssicherheit, weil sich der Bund verbindlich bekenne, die Hälfte der Bau- und Planungskosten für den Schleusenneubau zu tragen, freut sich Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos). Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, bestätigt, dass sich das auf die tatsächlich anfallenden Gesamtkosten beziehe. Deren genaue Höhe stehe allerdings erst mit der Schlussrechnung fest.

Als ein „Schlüsselprojekt“ der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN) bezeichnet Björn Lüttmann die Schleuse Friedenthal. Der SPD-Landtagsabgeordnete lobt die gute Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Stadt bei der Förderung des Wassertourismus, der zu einem Markenzeichen der Region werden könne. Auch das Land werde das Vorhaben finanziell unterstützen. „Für die verbleibende Hälfte der Kosten bestehen gute Aussichten, dass das Land Brandenburg davon 90 Prozent übernimmt“, so Lüttmann.

Am kommenden Montag steht der entsprechende Antrag Oranienburgs im Landesförderausschuss zur Abstimmung an. Mit einem Fördermittelbescheid des Landes sei Anfang 2019 zu rechnen. Die Stadt hätte dann nur zehn Prozent der Kosten zu tragen. „Ich begrüße es sehr, dass Bund, Stadt Oranienburg und das Land hierbei in einem Boot sitzen und mit dem Neubau der Schleuse Friedenthal wieder eine Verbindung zwischen Ruppiner Gewässern und Oranienburger Havel herstellen“, sagt Lüttmann. Um die Schiffbarkeit im Ruppiner Kanal zu verbessern, sei dort bereits im Oktober – ebenfalls mit Unterstützung des Landes – mit Sanierungsarbeiten begonnen worden.

Jürgen Höhn, Geschäftsführer der Tourismus und Kulturgesellschaft (TKO), ist sich sicher, dass Oranienburg nach Errichtung der Schleuse Friedenthal einen Boom im Wassertourismus erleben werde.  „Wenn die Schleuse in Betrieb geht, ist die unkomfortable Sackgassensituation des Schlosshafens Geschichte“, sagt Höhn und verweist darauf, dass Schlosshafen und Caravanstellplatz trotzdem bereits heute wirtschaftlich auf eigenen Beinen stünden.

Sachsenhausens Ortsvorsteher Jürgen Wruck sagt, dass mit der Schleuse Friedenthal auch für Sachsenhausener Wassertouristen überhaupt erst eine direkte Verbindung nach Oranienburg bestehe. Deswegen unterstütze sein Ortsteil den Neubau der Schleuse mit Bootsschleppe und Fahrradbrücke uneingeschränkt, so Wruck.

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