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Löwenberger SV
Axel Klicks hört als Vereinschef auf

Universell einsetzbar: Axel Klicks, hier im Sprecherturm bei den Löwenspielen
Universell einsetzbar: Axel Klicks, hier im Sprecherturm bei den Löwenspielen © Foto: MOZ/Steffen Kretschmer
Steffen Kretschmer / 30.01.2019, 13:47 Uhr - Aktualisiert 30.01.2019, 13:50
Löwenberg (MOZ) Es sind Fußstapfen, die für den Nachfolger größer kaum sein könnten. Denn wenn Axel Klicks am 5. April nicht mehr zur Wiederwahl für den Vorsitz beim Löwenberger SV antritt, endet eine Ära. Nach 28 Jahren an der Spitze des Vereins ist für Klicks Schluss.

Der Vereins-Chef ist ehrlich zu sich selbst. „Meiner Meinung nach ist es Zeit, etwas neues zu bewegen“, sagt Axel Klicks. Er könne die Funktion des Vorsitzenden nicht mehr nach seinen Vorstellungen ausüben. „Die Möglichkeiten und die Variabilität im Einsatz sind mit dem Blick auf meine berufliche Funktion nicht mehr gegeben.“

Klicks ist seit vielen Jahren Schulleiter der Löwenberger Libertasschule. Und er gibt zu, schon „zwischenzeitlich versucht“ zu haben, „die Reißleine zu ziehen. Bisher hat der Spagat aber dann immer noch ganz gut geklappt. Einen Traditionsverein wie den Löwenberger SV führt man aber nicht einfach mal so nebenbei.“ Sein Abschied sei aber auch eine große Chance, sich als Klub weiterzuentwickeln. „Eine Vereinsführung muss immer auch mit einer entsprechenden Portion an Innovationen und Ideen verbunden sein. Ich halte es für verkehrt, an verstaubten Dingen festzuhalten.“

Die Entscheidung, nicht noch einmal für den Vorsitz zu kandidieren, beschreibt Axel Klicks als „keinen leichten Weg“. Sorgen, dass vieles nach seinem Abschied nicht mehr so gut laufen könnte, hat er aber nicht. Auch in Zukunft werde die Gemeinschaft den Verein charakterisieren und der LSV durch den Zuzug von Familien immer wieder neue Nahrung erhalten. Außerdem verspricht Klicks, nach der Neuwahl  nicht einfach von der LSV-Bildfläche zu verschwinden. „Ich werde auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es funktioniert doch nicht, dass ich mir die Augen zuhalte und sage, dass, was links und rechts passiert, geht mich nichts mehr an. Das wäre nicht ehrlich.“

Wer am 5. April die Nachfolge für den Vereinsvorsitz antreten wird, steht noch nicht fest. Feste Kandidaten für diesen Posten gibt es noch nicht. „Es sind bisher nur Gerüchte, dass sich Leute dafür interessieren. Ich würde mich gerne mit ihnen austauschen“, sagt Klicks, der einen „intakten, lebendigen und jungen Verein“ übergibt.

Damit beginnt in wenigen Wochen für den Löwenberger SV ein völlig neues Zeitalter. An das, was bisher passierte, erinnert sich Axel Klicks nur zu gerne zurück. Er hat einen Großteil der mittlerweile 111-jährigen Vereinsgeschichte aktiv mitgeschrieben. Die Eröffnung des Stadions (1994) und die Fertigstellung des Vereinsheims (2011) fallen in seine Amtszeit. Lediglich „über eine neue Turnhalle hätte ich mich noch sehr gefreut“, sagt Klicks.

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