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Wunsch abgelehnt
Tempolimit für Zehdenicker Poyenweg gefordert

Gefährlicher Poyenweg: Die Forderung der Stadt nach einem strengeren Tempolimit ist vom Landkreis Oberhavel zunächst abgelehnt worden.
Gefährlicher Poyenweg: Die Forderung der Stadt nach einem strengeren Tempolimit ist vom Landkreis Oberhavel zunächst abgelehnt worden. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 07.02.2019, 19:12 Uhr
Zehdenick (MOZ) Für mehr Sicherheit will die Stadt Zehdenick auf dem Poyenweg sorgen und hat deshalb beim Landkreis Oberhavel ein Tempolimit beantragt. Künftig sollen dort statt der erlaubten 50 nur noch 30 Stundenkilometer gefahren werden dürfen. Ob der Antrag der Kommune genehmigt wird, wisse er derzeit nicht, informierte der Fachbereichsleiter „Bürgerservice“, Fred Graupmann, die Mitglieder des Ausschussses für Bauen und Ordnung.

Am Donnerstag teilte Kreissprecherin Constanze Gatzke auf Anfrage mit, dass die Verkehrsbehörde dem Antrag der Stadt Zehdenick nicht entsprechen werde: „Der Fachdienst Verkehr hat der Stadt Zehdenick kürzlich schriftlich mitgeteilt, dass derzeit keine konkrete Gefahrenlage erkennbar ist und bittet darum, dass die Stadt eine Verkehrszählung durchführt, die Aufschluss über die Verkehrsmengen, die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer sowie den Schülerverkehr gibt. Nach Auswertung dieser Verkehrszählung kann eine abschließende Entscheidung getroffen werden. Zum anderen können auch bauliche Maßnahmen der Stadt Zehdenick – wie etwa ein Gehweg oder eine durchgehende Beleuchtung – als wirksame Maßnahmen greifen und sollten geprüft werden“, so die Empfehlung der Verkehrsexperten des Landkreises Oberhavel.

Dass hier dringend etwas geschehen müsse, dafür plädierte der Abgeordnete Bernd Reinicke (Bürger für Zehdenick) in der Sitzung des Bauausschusses. Insbesondere Radfahrer und Fußgänger seien nach Einbruch der Dunkelheit stark gefährdet. „Das ist gefährlich, wenn die Autos um die Ecke schießen“, gab Reinicke, selbst leidenschaftlicher Radfahrer, zu bedenken. Erschwerend komme hinzu, dass die Straße nicht beleuchtet sei.

Aber auch für Kraftfahrer berge die vor einigen Jahren als Umgehungsstraße ausgebaute Nord-Süd-Verbindung zwischen Poyen- und Grünstich erhebliche Gefahren. Am Abzweig Schmidts Stiche befindet sich eine scharfe Kurve, auf die im Voraus aber nirgends mit Schildern hingewiesen werde. Selbst die zurzeit erlaubte Geschwindigkeit von Tempo 50 dürfte dort zu hoch sein. Doch nicht immer werde das schon geltende Tempolimit eingehalten. „Da wird auch schon mal mit Tempo 80 gefahren“, gab Reinicke zu bedenken. „Deshalb sollten wir die Situation dringend entschärfen“, fordert der Abgeordnete die Stadtverwaltung Zehdenick auf, nicht nur mit Nachdruck beim Landkreis Tempo 30 einzufordern, sondern auch entsprechende Warnschilder aufzustellen. Der geforderte Gehwegbau hingegen wurde bislang seitens der Stadt offenbar nicht erwogen.

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