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Bilanz
Weniger Besucher im Naturparkhaus

Anschaulich: Jeanette Lehmann vom Naturparkhaus (links, in Grün) erklärte im März vergangenen Jahres bei einer Wanderung die Nistplätze von Vögeln, dabei hängte sie mit der Gruppe auch ein neues Vogelhaus auf der Menzer Streuobstwiese auf.
Anschaulich: Jeanette Lehmann vom Naturparkhaus (links, in Grün) erklärte im März vergangenen Jahres bei einer Wanderung die Nistplätze von Vögeln, dabei hängte sie mit der Gruppe auch ein neues Vogelhaus auf der Menzer Streuobstwiese auf. © Foto: Sandra Jütte
Matthias Henke / 07.02.2019, 19:59 Uhr
Menz (MOZ) Im Sommer gehen viele lieber an den Strand als ins Museum. Auch die Mitglieder des Fördervereins Naturlandschaft Stechlin und Menzer Heide können das bestätigen. Die unter ihrer Obhut betriebenen Einrichtungen in Menz verzeichneten vergangenes Jahr weniger Besucher.

Statt knapp 7 800 im Jahr 2017 waren es zuletzt 6 034, sagte der frühere Vereinsvorsitzende Dr. Wolfgang Henkel bei seiner Bilanz, der nach 16 Jahren im Amt bei der Vorstandswahl Mitte Januar nicht erneut angetreten war. Hinzu kommen aber noch einmal 1 171 betreute Besucher im Rahmen von Umweltbildungsprojekten und 3 363 Gäste diverser Veranstaltungen. Dass sich besonders die Zahl betreuter Gruppen auf 49 mehr als halbierte, sei der Tatsache geschuldet, dass die im Rahmen des Projektes „Natürliches Erbe und Umweltbewusstsein“ beschäftige Mitarbeiterin, deren Spezialgebiet Umweltbildung für Kinder und auch Erwachsene war, seit April aufgrund von Krankheit nicht mehr zur Verfügung stand, so Henkel weiter.

Ansonsten seien zwei Mitarbeiterinen feste Ansprechpartner, die über verschiedene Fördermaßnahmen von EU und Land finanziert werden. Ferner konnte man bis Mitte des Jahres auf eine MAE-Kraft bauen. Auch Plätze für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr werden regelmäßig angeboten. „Unser Verein ist meines Wissens der einzige Verein in der Gemeinde, der für mehrere Arbeitsplätze seit 25 Jahren sorgt. Die meisten der Mitarbeiter kommen aus der Gemeinde“, betont Henkel. Um Rezeption, Sinnesgarten, Aquarium, Orchideenwiese zu betreuen und Wanderwege zu pflegen, tragen aber auch die Vereinsmitglieder ehrenamtlich allerhand bei. 84 Mitglieder zählt der Förderverein, 76 Personen und acht Institutionen wie beispielsweie die Grüne Liga, der Verein Gemeinsam und das Leibniz-Institut am Stechlinsee. Bauchschmerzen bereite aber immer wieder aufs Neue die Finanzierung der festen Mitarbeiterinnen. „Unsere Beschäftigten werden über die verschiedensten Projekte bezahlt, für die wir übrigens auch einen Eigenanteil aufbringen müssen. Dabei muss unserer Verein in Vorkasse gehen und kann dann erst die verauslagten Gelder beantragen. Finanzrücklagen sind dafür notwendig und schnell aufgebracht“, sagt Henkel. Auch Anfang 2019 wartete man noch auf eine Bestätigung der Finanzierung, so der frühere Vereinschef, der das Augenmerk aber auch auf positive Dinge lenken will: zahlreiche Veranstaltungen, die neben den Umweltbildungsaktivitäten auf die Beine gestellt wurden zum Beispiel. Dazu zählen Pilzwanderungen, Tomatenbörse, Alte-Sorten-Fragestunden und Ferienaktionen. Nicht zu vergessen das Waldfest, das Jahr für Jahr mit zahlreichen weiteren Partnern gemeinsam organisiert wird.

Ohne die vorbereitende und ausführende Organisation durch den Verein und seine Mitglieder wäre dies nicht möglich, stellt Henkel fest. Immerhin 3 000 Besucher konnten bei der 2018er-Auflage in dem 540 Einwohner zählenden Dorf begrüßt werden – je zur Hälfte zahlendes Publikum und nicht zahlende Gäste wie Kinder unter 1,40 Meter Körpergröße sowie Eltern und Großeltern der über die Schule mitwirkenden Kinder.

Auch für 2019 steht wieder einiges im Veranstaltungskalender des Naturparks, das im Naturparkhaus beziehungsweise Regionalwerkstatt stattfindet oder von den Mitarbeitern und Vereinsmitgliedern organisiert wird. Im April zum Beispiel am 5. die Alte-Sorten-Fragestunde (ab 18 Uhr) und am 24. eine Familienexkursion. Am 3. Mai geht es dann mit der kleinen Tomatenpflanzentauschbörse (ab 13 Uhr) weiter.

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