Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Umstrittene Bushaltestelle
Anwohner fühlen sich von Schülern terrorisiert

Bald keine Durchfahrtsstraße mehr: Die Stadtverordneten haben beschlossen, die Zufahrt zur Verlängerten Ackerstraße durch drei Poller künftig zu unterbinden.
Bald keine Durchfahrtsstraße mehr: Die Stadtverordneten haben beschlossen, die Zufahrt zur Verlängerten Ackerstraße durch drei Poller künftig zu unterbinden. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 08.02.2019, 19:26 Uhr - Aktualisiert 09.02.2019, 13:28
Zehdenick (MOZ) Die Stadtverwaltung Zehdenick setzt sich gegenüber dem Landkreis Oberhavel dafür ein, dass die umstrittene Bushaltestelle in der Verlängerten Ackerstraße aufgegeben wird und Ersatz auf dem Parkplatz des Oberstufenzentrums geschaffen wird.

Mehrere Anwohner hatten sich am Donnerstagabend im Stadtparlament über den ihrer Meinung nach unhaltbaren Zustand der Haltestelle geklagt. Die Schüler seien gezwungen, in Dreierreihen auf der Straße auf die Busse zu warten, weil der Wartebereich zu knapp bemessen sei. Zudem würden einige Schüler auch keine Rücksicht auf die Anwohner nehmen. Einige fühlen sich von den Jugendlichen regelrecht terroriesiert. Auch die Polizei wurde schon zur Hilfe gerufen. Eine Verlegung der Haltestelle wäre ganz im Sinne des Unternehmers Stefan A. Zehnder, dem das Industriegebäude an der Verlängerten Ackerstraße gehört. Es sei vorgekommen, dass der Zaun niedergetreten wurde.

Die Täter hätten sich Zutritt zum Gebäude verschafft und ein Feuer gelegt. Auch er habe die Polizei informiert. „Mit der Bushaltestelle vor dem Gebäude ist dieses nicht verwertbar“, machte Zehnder deutlich. Eine Verlegung der Bushaltestelle für den Schülerverkehr an den Wesendorfer Weg habe die Oberhavel-Verkehrsgesellschaft (OVG) abgelehnt. Die Busse könnten auf dem Wesendorfer Weg nicht wenden und müssten bis Wesendorf fahren. Hin und zurück wären das zwei Kilometer, die die OVG nicht bezahlt kriege, informierte Dirk Wendland als amtierender Bürgermeister über die Bemühungen der Verwaltung, die Probleme in den Griff zu kriegen. Diese sind dadurch entstanden, dass die Exin-Oberschule im September in das Gebäude des Oberstufenzentrums gezogen ist. Über die Auswirkungen auf die Nachbarschaft hatte sich aber niemand Gedanken gemacht. Die jetzt aufgetretenen Probleme seien nicht voraussehbar gewesen, hieß es schon jüngst im Bauausschuss. Wie es mit der Bushaltestelle weiter geht, soll am 4. März bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Landkreises geklärt werden, kündigte Wendland an. Einstimmig beschlossen haben die Stadtverordneten bereits, dass es zu einer Teileinziehung der Verlängerten Ackerstraße kommen wird. Der Weg vor den Parkplätzen soll zur Sackgasse werden. Drei Poller an der Einmündung Wesendorfer Weg sollen den Durchgangsverkehr unterbinden. So schnell wird die Verwaltung diesen Beschluss aber nicht umsetzen können. Zunächst müsse er amtlich bekannt gemacht werden, danach gelte eine dreimonatige Einspruchsfrist, sodass fraglich ist, ob das Vorhaben noch während des laufenden Schuljahres umgesetzt werden kann. Das Vorhaben dient der Schulwegsicherung.(ris)

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG