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Kritik
Wesendorfer machen mobil gegen Erdgassuche

Seismische Suche: Zwischen Zehdenick und Templin hofft die Firma Jasper Erdgas in großen Mengen zu finden. Immer mehr Anwohner protestieren dagegen.
Seismische Suche: Zwischen Zehdenick und Templin hofft die Firma Jasper Erdgas in großen Mengen zu finden. Immer mehr Anwohner protestieren dagegen. © Foto: Martin Risken
Thomas Pilz / 10.02.2019, 19:24 Uhr - Aktualisiert 10.02.2019, 19:44
Wesendorf (MOZ) Gegen die Suche nach Erdgas in der Region haben sich am Freitagabend etwa 80 Wesendorfer ausgesprochen. Beschlossen wurde, eine Unterschriftenaktion zu veranstalten – am 24. Februar können sich Gegner im Gemeindezentrum  in eine Liste eintragen.

Wesendorfs Ortsvorsteher Reinhard Lenz kündigte für heute eine Beratung der Zehdenicker Ortsvorsteher, von Stadtverordneten und  der Stadtverwaltung zum Thema an. Geplant sei ebenfalls ein weiteres Gespräch mit Vertretern des Landesbergamtes, so der Ortsvorsteher. Wenn die Firma Jaspers ihre seismischen Untersuchungen ausgewertet habe und möglicherweise öffentlich macht, soll es eine weitere Versammlung aller interessierten Bürger geben.

Für den 28. Februar ist eine Veranstaltung der Templiner Bürgerinitiative gegen Erdgassuche und –bohrungen geplant, am 15. März soll eine adäquate Veranstaltung im Zehdenicker Stadtgarten stattfinden. Zu einer großen Protest-Demonstration in Zehdenick auf dem Marktplatz, diesmal angemeldet, soll es am 6. April um 19 Uhr kommen.

Zahlreiche Wesendorfer plädierten dafür, keine eigene Bürgerinitiative (BI) zu gründen, sondern die Anfang des Jahres gegründete Templiner BI nachhaltig zu unterstützen – auch mit Geldspenden für den Rechtsvertreter der BI, „denn das wird juristisch keine einfache, sondern eine langwierige Auseinandersetzung, für die ein versierter Fachanwalt benötigt wird“, erklärten einige Wesendorfer.

Künstler Rainer Baer fragte den Ortsbeirat unterdessen, wie sich die Interessenvertretung des Ortes gegenüber der Erdgassuche verhält. Außerdem fragte er, ob das Gremium oder Mitglieder von ihm Spenden oder andere Zuwendungen der Firma Jasper Resources angenommen haben. Lenz verneinte das kategorisch und erklärte, man sei – ebenso wie offensichtlich die meisten Einheimischen – gegen das Projekt. Lenz erklärte außerdem, die Firma habe zugesichert, unbefestigte Wege, die im Zuge der seismischen Messungen stark beschädigt wurden, wieder herzustellen. Bürger hatten dies zuvor scharf kritisiert.

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