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Klostergalerie
Peter Herrmann zeigt großformatige Bilder

Kam zur Eröffnung seiner Ausstellung: der in Berlin lebende Künstler Peter Herrmann.
Kam zur Eröffnung seiner Ausstellung: der in Berlin lebende Künstler Peter Herrmann. © Foto: Wolfgang Gumprich
Wolfgang Gumprich / 26.03.2019, 13:00 Uhr
Zehdenick Als die "wohl wichtigste Ausstellung des Jahres" bezeichnete Galerist Jörg Zieprig die Bilder von Peter Herrmann, die seit Sonntag in der Klostergalerie in der Klosterscheune zu besichtigen sind.

60 zumeist großflächige Bilder füllen nun die Wände der Klosterscheune, sie zeigen das Schaffen des gebürtigen Lausitzers aus den vergangenen 30 Jahren.

Die Themen findet Herrmann in und auf den Straßen Berlins; lakonisch und sehr reduziert die Curry-Wurst-Bude, in kräftigem Orange, die Gläser in hauchdünnem Schwarz skizziert, davor zwei Hunde, die sich um eine auf dem Boden liegende Wurst streiten. Vom Döner-Laden ist nur der sich drehende Fleischspieße zu sehen, ein Säbel nähert sich der umgedrehten Fleisch-Pyramide. Durch seinen Aufenthalt in Italien werden die Bilder heller, pastellartiger. Eine Signora vor Blumen, dazu handschriftlich als Titel "Salute Vettore Carpaccio".

Herrmanns Bilder fallen schon allein durch ihre Größe auf, sie sind nicht für die 60-Quadratmeter-Wohnung in Lichtenberg geschaffen, sie entfalten ihre Wirkung eher in einer Loftwohnung in Prenzlauer Berg.

Zieprig schilderte, wie er zusammen mit dem Künstler die Bilder für die Ausstellung zusammenstellte und dass am Tag des Transportes nach Zehdenick der Aufzug streikte; so mussten die Bilder aus dem fünften Stockwerk einer Wohnung im Wedding vorsichtig heruntergetragen werden.

Peter Herrmann beginnt 1951 eine Ausbildung zum Chemiegraf in Dresden und nimmt zwei Jahre später an einem Malkurs der Volkshochschule Dresden bei Jürgen Böttcher teil. Seit 1971 ist er als freier Maler tätig, 1984 reist er nach Hamburg aus, lebt seit 1986 als Maler in West-Berlin. Es folgen Auslandsaufenthalte in Rio de Janeiro, Florenz; 1999 erhält er ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.Seine Bilder wurden unter anderem in Berlin, im Goethe-Institut Paris, Museum Ludwig Köln, New York oder der Deutschen Botschaft in London gezeigt. Selbst in der Privatwohnung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hängt ein echter Herrmann. Das Staatsoberhaupt suchte sich das Bild für das Gästezimmer seiner Privatwohnung in Berlin höchstpersönlich aus, wusste Jörg Zieprig zu berichten. Die Ausstellung von Peter Herrmann ist noch bis Sonntag, 12. Mai, in der Klosterscheune zu sehen.(wg)

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