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Volleyball
Bewegung im Kader des SV Lindow-Gransee

Vizemeister 2019: Libero Martin Pomerenke (von links), Timo Schlag und Nicolas Marks
Vizemeister 2019: Libero Martin Pomerenke (von links), Timo Schlag und Nicolas Marks © Foto: Matthias Haack
Steffen Kretschmer / 26.03.2019, 14:00 Uhr
Gransee (MOZ) Es ist das übliche Bild, welches sich zeigt, wenn eine Volleyball-Saison zu Ende geht, oder bereits vorbei ist. Es herrscht Bewegung im Kader. Doch während bei Zweitligist SV Lindow-Gransee bereits viel Klarheit herrscht, gibt es bei den Drittliga-Frauen des VSV Havel noch viele Fragezeichen.

Gransee wird es nach dem letzten Punktspiel hart treffen. Nicht nur eine Reihe von Spielern kündigte den Abschied an. Auch Jan-Philipp Marks wird den Sechser am 13. April gegen den DJK Delbrück zum letzten Mal coachen. Dass vier Spieler nach einem Saisonende gehen und damit vier neue geholt werden müssen, sei nichts Außergewöhnliches, sagt Teammanager Dirk Schmidt. "Mit der Quantität können wir durchaus umgehen, aber die Qualität ist schon extrem."

Denn der Tabellenzweite muss zumindest zwei der Leitfiguren ersetzen: Zuspieler Ole Schwerin hatte sein Karriereende mit dem Einstieg in die berufliche Laufbahn eines Polizeikommissars begründet. Nach dem Heimspielsieg gegen den SV Warnemünde bestätigte Trainer Jan-Philipp Marks, dass auch er den Fokus auf den Beruf legen will. Zudem ringt der Verein noch um die Vertragsverlängerung von Martin Pomerenke. Der Dienstälteste im Team, seit 2007 für Gransee auf dem Parkett, kokettiert mit dem Ende. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen, fasste Schmidt die Bemühungen zusammen, ihn zu halten. Nur "stehen die Zeichen eben leider auf Gehen". Leider, wie Dirk Schmidt betont,  aus mehreren Gründen: Erstens ist "Pomi" Publikumsliebling, zweitens mit 33 Jahren der Routinier in der jungen Mannschaft, zu der mehrere Akteure unter 20 Jahren gehören. Und drittens zieht er die Bälle des Gegners immer wieder magisch an und verhindert damit die Einschläge auf dem Parkett. Martin Pomerenke gilt als der beste Libero in der 2. Liga.  Viertens würde Lindow-Gransee eine Integrationsfigur verlieren. "Das wäre ein Gau", so Schmidt.

Während Gransee noch auflaufen wird, ist die Saison für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VSV Havel Oranienburg beendet. Von Ricardo Galandi, der, wenn man so will, als Gast-Co-Trainer am letzten Spieltag gegen Eimsbüttel (3:1) einsprang, gab es für die Vizemeisterschaft viel Lob. "Ich freue mich, dass die positive Entwicklung, die der Verein und die Mannschaft genommen haben, auch in dieser Saison weitergegangen ist", sagt der Coach, der den VSV 2017 gemeinsam mit Michael Bade zum Titel geführt hatte.

Ob es allerdings auch in der kommenden Serie eine Havel-Mannschaft geben wird, die um Platz eins mitspielen kann, ist derzeit offen. Denn auf etlichen Positionen und Posten gibt es aktuell noch keine Planungssicherheit. "Ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, ob ich weiter mache. Jetzt müssen wir erst einmal durchatmen", sagt Anika Zülow (Annahme/Außen). Sie blickt auf den Landespokal voraus – "danach werden wir uns zusammensetzen. Die eine oder andere von uns wird sicherlich nicht weiterspielen, und dann muss man auch schauen, was mit dem beiden Trainern ist."

Eben jene beiden Trainer, Robert Hinz und Ole Schröter, wissen noch nicht, wie es weiter geht. "Wir werden sehen", so Schröter. "Es finden Gespräche statt." Dass er bei einem Abschied von Hinz in die Chefrolle rückt, ist ausgeschlossen. "Dafür habe ich nicht die entsprechende Lizenz. Es steht einfach noch nichts fest." Er sagt aber auch: "Mit Robert und dem Team hatte ich sehr viel Spaß. Wir würden es auch weiter machen."

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