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Fußball
Füchse verlieren nach Fehlentscheidung

Ihn ärgert die Fehlentscheidung am meisten: Kay Wiese (rechts, hier mit Stefan Fleschner)
Ihn ärgert die Fehlentscheidung am meisten: Kay Wiese (rechts, hier mit Stefan Fleschner) © Foto: Moritz Franke
Steffen Kretschmer / 01.04.2019, 13:04 Uhr
Falkenthal (Moz) Ein möglicher Videobeweis hätte in diesem Fall überhaupt nichts gebracht. Das Spiel der Fußball-Landesklasse zwischen Einheit Grünow und den FC Falkenthaler Füchse war bereits durch seinen Pfiff unterbrochen worden. Schiedsrichter Kay Wiese war von seiner Entscheidung fest überzeugt, gestand nach der Partie aber ein, daneben gelegen zu haben.

Eines vorweg: Die Füchse um Trainer Hannes Krämer machen Wiese "keinen Vorwurf". Auch, wenn es das 3:1 für Falkenthal gewesen wäre und der Coach der Oberhaveler dann mit keiner Wende mehr gerechnet hätte. Es wären die wichtigen und so dringend benötigten Punkte im Kampf gegen den drohenden Abstieg gewesen.

Letztlich drehte Grünow aber die Partie und profitierte beim 3:2-Sieg von einem "Wahrnehmungsfehler" des Unparteiischen. Es sei unglücklich gewesen, sagt Wiese. "Es gab im ganzen Spiel nur eine strittige Szene. Falkenthal hat den Ball auf das Tor geschossen, und ich war der Meinung, dass dieser dann vom Ballfangnetz zurück ins Spielfeld prallte." Tatsächlich sei das Spielgerät jedoch gegen die Querlatte geklatscht und im Strafraum köpfte ein Falkenthaler die Kugel in die Maschen. "Durch meinen falschen Pfiff wurde die Partie unterbrochen und die Grünower stellten das Spielen ein. Deshalb konnte ich das vermeintliche Tor nicht anerkennen und entschied auf Schiedsrichter-Ball."

Etwas anders schildert Füchse-Trainer Hannes Krämer die Situation. Dass jemand den Ball ins Tor köpfte, habe er nicht gesehen. Nach seiner Auffassung sei der Schuss von Patrick Scholz über den Umweg Querlatte etwa zehn Minuten nach der Pause direkt im Tor gelandet. "Grünows Torhüter Kevin Manteufel kam nicht richtig an den Ball und hat ihn wie ein Volleyballer ins Netz gepritscht."

Auch nach dem Spiel gibt es also unterschiedliche Meinungen über die Entstehung des dritten Falkenthaler Treffers. Thematisieren will Krämer das alles aber nicht mehr. Für ihn ist das "alles erledigt". Dass ein Sieg in Grünow für seine Mannschaft enorm wichtig gewesen wäre, "ist doch klar. Das wäre ein richtiger Big-Point für uns gewesen. Für uns ist das bitter, das wir mit dem Kader, den wir zur Verfügung hatten, auch nicht damit gerechnet hatten, etwas holen zu können. Und nachdem der Treffer nicht gegeben wurde, waren wir von der Rolle und haben doch noch verloren", so Krämer.

Trotzdem ist Falkenthals Trainer schon wieder komplett zur Normalität übergegangen. Anfänglicher Ärger über die Fehlentscheidung ist längst vergessen. "Natürlich ist das nicht schön für uns. Das kann aber passieren und ist damit erledigt. Auch ich mache Fehler", sagt Krämer, der "Kay Wiese nicht in ein schlechtes Bild rücken will. Auch er sollte das schnell abhaken und weitermachen". (skr)

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