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Verschiebung
Planung für Kannenburger Schleuse beginnt

Kümmert sich: Bürgermeister Detlef Tabbert.
Kümmert sich: Bürgermeister Detlef Tabbert. © Foto: Uwe Werner
Uwe Werner / 12.04.2019, 09:21 Uhr
Kannenburg Die Vorbereitungen für den Neubau der Schleuse in Kannenburg gehen in die entscheidende Phase. "In der letzten Woche haben wir den Auftrag an die Planer vergeben. Wir gehen davon aus, dass in den nächsten Monaten die Planungsunterlagen erstellt sind. Parallel dazu sind auch die Arbeiten für die Munitionsuntersuchung auf dem Gelände vergeben worden. Die Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde laufen", informierte Templins Bürgermeister Detlef Tabbert (Die Linke) am Donnerstag auf Nachfrage über den aktuellen Stand.

Über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hatte die Stadt Templin bereits im vergangenen Jahr einen Großteil der Planungsarbeiten und die Bauausführung übernommen. "Der Bund trägt die Kosten der Maßnahme. Sie werden auf rund fünf Millionen Euro geschätzt", sagte Detlef Tabbert.

Freigabe nicht in Sicht

Ziel sei es weiterhin, im nächsten Jahr mit den Baumaßnahmen zu beginnen, um möglichst schnell dafür zu sorgen, dass die für den Tourismus und die Gastronomie in der Region bedeutsamen Templiner Gewässer wieder über die Obere Havelwasserstraße erreichbar sind, fügte er hinzu. Der Plan aber, dass die Schleuse Kannenburg nur zwei Jahre gesperrt bleiben wird, dürfte damit nicht aufgehen. Wie lange es nun dauern wird, darauf gab es bislang noch keine Antwort. Es dürften wohl noch Jahre vergeben, bis die Verbindung zwischen der Havel und den Templiner Gewässern genutzt werden kann. Bereits seit Dezember 2017 ist die Schleuse in Kannenburg bei Templin wegen irreparabler Schäden an den Holzspundwänden der Schleusenkammer gesperrt. Zuletzt waren hier immerhin bis zu 8 000 Boote pro Saison im Handbetrieb geschleust worden. Kanuten können die Schleuse weiterhin umtragen. Dafür wurden bereits zu Saisonbeginn 2018 entsprechende Vorkehrungen getroffen, um den Wasserwanderern das zu erleichtern. Dennoch gibt es bei touristischen Anbietern in beiden Landkreisen Einbußen durch die Sperrung der Schleuse.

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