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Turnier
Die hohe Schule der Dressur

Volkmar Ermst / 13.05.2019, 10:47 Uhr - Aktualisiert 13.05.2019, 11:47
Altlüdersdorf (MOZ) 700 Startplätze hatte der Reit- und Fahrverein Altlüdersdorf für das Dressur- und Reitturnier vergeben. Sowohl die Sportler als auch die Gäste hatten auf dem Gelände ihren Spaß.

Pferdesportler sind eine eingeschworene Gemeinschaft. Deshalb ist klar, dass sich die Sportler nicht nur einmal im Jahr, sondern immer wieder auf verschiedenen Turnieren treffen. So war es auch am Wochenende beim Reitturnier des Reit- und Fahrvereins Altlüdersdorf, dem zweiten großen  Event der Pferdesportler im Landkreis Oberhavel. "Wir haben gut 700 Reservierungen für Startplätze, das ist einfach toll", freute sich Martina Grunwald, Chefin des Vereins, über den Zuspruch. Immerhin kann das Altlüdersdorfer Turnier auch mit einer über 50-jährigen Tradition für sich werben. Auf eine genaue Zahl wollte sich Martina Grunwald nicht festlegen: "Zwischendurch sind ein oder zwei Turniere ausgefallen, aber es sind definitiv mehr als 50", so die Fachfrau.

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Das Miteinander fördern

Die meisten Anmeldungen kamen aus dem Land Brandenburg, doch auch aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern waren einige Reiter beziehungsweise Züchter mit ihren Tieren angereist. "Das Turnier hier ist vor allem für junge Reiter eine prima Gelegenheit, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln", erklärt Nora Gatzke, die aus Segeletz in der Nähe von Neustadt/Dosse angereist ist. Erfahrungen muss sie auf den Hindernisbahnen zwar keine mehr sammeln. Dennoch kommt sie immer wieder gern. "Denn Übung macht den Meister, und wer nicht übt, der kommt eben auch schnell aus der Übung", wie sie mit einem Schmunzeln feststellt. Ebenso wichtig ist aber auch der Gedankenaustausch mit den anderen Züchtern und Reitern. "Das war früher sogar noch intensiver. Da haben wir oft nach den Prüfungen, wenn die Pferde versorgt waren, noch in großer Runde zusammengesessen." Das gebe es zwar auch heute noch, aber in abgespeckter Form. "Viele Reiter, vor allem aus Berlin, kommen nur, um zu den Prüfungen anzutreten und fahren danach wieder nach Hause", erzählt sie, und ihre Freundin Franziska Hoffmann vom Reit- und Fahrverein Löwenberg stimmt mit einem Kopfnicken zu.

Sogar aus Cramon in der Nähe von Schwerin ist Isabelle Jähn vom Reiterhof Kastanienhof angereist, nicht nur mit Pferd, sondern auch mit Hund. "Ein richtiger Turnierhund", wie sie meint. Denn im Notfall könnte der Jack-Russel-Terrier sogar in eine Tasche verfrachtet werden, wenn sie mit ihrem Pferd zu einer Prüfung antritt. Doch Elli, wie die Hündin heißt, kann am Sonnabend den Auslauf auf dem weitläufigen Areal genießen, da Begleiter Max Knaack auf sie aufpasst.

An den Start gehen in Altlüdersdorf sowohl Dressur- als auch Springreiter in verschiedenen Schwierigkeits- und Altersklassen. Doch die Organisatoren haben alles im Griff. Es gibt mehrere Bahnen, auf denen die Reiter ihr Können unter Beweis stellen können. Als Tierarzt ist Dr. Eckhard Schönberg aus Gutengermendorf vor Ort, um sofort helfen zu können, sollte sich tatsächlich ein Tier verletzten. Ansonsten sieht er auf dem Gelände nach dem Rechten, ob die Tiere gut untergebracht und gepflegt sind.

Gut versorgt mit Kuchen, Eis und Deftigem werden auch diejenigen Pferdeliebhaber, die selbst kein Tier haben, aber gern zuschauen. Denn auch das macht hungrig.

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