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Chaos Computer Club
Tausende Computer-Nerds bevölkern den Ziegeleipark

Auch die beiden dreizehnjährigen Aimo aus Hamburg (links) und Alanor aus Gransee nehmen am CCCamp im Ziegeleipark teil. Im Zelt der Netzaktivisten Anke und Daniel Domscheid-Berg aus Fürstenberg nehmen sie alte Hardware auseinander.
Auch die beiden dreizehnjährigen Aimo aus Hamburg (links) und Alanor aus Gransee nehmen am CCCamp im Ziegeleipark teil. Im Zelt der Netzaktivisten Anke und Daniel Domscheid-Berg aus Fürstenberg nehmen sie alte Hardware auseinander. © Foto: Burkhard Keeve
Burkhard Keeve / 21.08.2019, 18:43 Uhr
Mildenberg (MOZ) Die weltweit größte Freiluft-Hacker-Veranstaltung hat am Mittwoch in Mildenberg begonnen. Fünf Tage lang bis zum Sonntag, 25. August, nehmen mehr als 5 000 Technik-Verrückte, Hacker, Blogger, Lebenskünstler, Utopisten, Künstler und Netzaktivisten den Ziegeleipark in Beschlag. Organisiert wird das Chaos Communication Camp, kurz CCCamp, vom Chaos Computer Club. Das Camp hinter verschlossenen Türen ist nach 2015 zum zweiten Mal im Ziegeleipark.

"Hier machen Nerds Familienurlaub. Das sieht man auch an den vielen Kindern auf dem Gelände", sagt Matze aus Hamburg, der seit zehn Jahren zum CCCamp-Team gehört und für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Ohne ihn oder einen der anderen Guides darf niemand das Gelände betreten. In entspannter Atmosphäre inmitten der idyllischen Tonstichlandschaft geht es neben computerspezifischen auch um technische, soziale und politische Themen. Vorträge dazu gibt es in zwei großen ehemaligen Zirkuszelten, in diversen Workshopzelten oder unter freiem Himmel.

Auch die Fürstenberger Bundestagsabgeordnete der Linken, Anke Domscheit-Berg, und ihr Mann Daniel, der die Online-Plattform Wikileaks mitbegründete, gehören zum dritten Mal zu den Teilnehmern des Camps. Für sie ist das Camp das "wichtigste Vernetzungstreffen einer globalen Community zum Thema IT-Sicherheit, Informationsfreiheit, Technologiefolgen und Privatsphäre", so Anke Domscheit-Berg.

Ob das internationale Camp 2023 wieder in Mildenberg stattfinden kann, hängt von den Genehmigungsbehörden des Landkreises ab. Nach dem Streit um einen fehlenden Bauantrag, der zur Absage des Punkfestivals in Kremmen führte, muss der Camp-Veranstalter künftig ebenfalls eine Baugenehmigung vorlegen, "sofern bauliche Anlagen errichtet werden, die nicht durch die bereits bestehenden Genehmigungen auf dem Gelände gedeckt sind", teilt der Landkreis mit.

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