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Verkehr
100 neue Parkplätze – doch das kostet

Eigentlich immer voll: Auf dem Klosterplatz sind tagsüber freie Parkplätze rar, wie auch in der übrigen Innenstadt.  Eine Ausweichmöglichkeit, insbesondere für Berufstätige, die mit dem Auto nach Gransee pendeln, soll an der Nordpromenade geschaffen werden.
Eigentlich immer voll: Auf dem Klosterplatz sind tagsüber freie Parkplätze rar, wie auch in der übrigen Innenstadt.  Eine Ausweichmöglichkeit, insbesondere für Berufstätige, die mit dem Auto nach Gransee pendeln, soll an der Nordpromenade geschaffen werden. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 10.09.2019, 09:45 Uhr
Gransee Von 50 Stellplätzen, wie noch vor einem Jahr, ist nicht mehr die Rede. Stattdessen sollen doppelt so viele Plätze an der Nordpromenade auf dem Gelände der alten Schutt entstehen, wie der für Bauen und Liegenschaften zuständige Fachbereichsleiter in der Granseer Amtsverwaltung, Nico Zehmke, erläuterte.

Jedoch wird nun auch nicht mehr mit einem kurzfristig anzulegenden Provisorium ausgegangen, sondern der Parkplatz soll gleich richtig ausgebaut werden. So werde vermieden, zwei Mal Geld in die Hand nehmen zu müssen. Der Nachteil: es dauere länger. Jedoch habe sich zweifelsfrei klären lassen, dass das Projekt mit Mitteln der Altstadtsanierung gefördert werden könne.

Bei der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses hatte Zehmke einen Überblick über den geplanten Standard der Anlage gegeben. Derzeit werde mit einer vergleichsweise einfachen Ausführung geplant, geschottert mit einer möglichen Bordeinfassung sowie einer asphaltierten Umfahrung. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von etwa 3 000 Quadratmeter. In den Haushalt wären aber selbst für den geringen Ausbaustandard 300 000 bis 400  000 Euro einzuplanen. Von den Eigenmitteln würden Bund und Land ihrerseits einen Großteil übernehmen. "Wir würden das vorbehaltlich der Diskussion zum Haushalt in die Planung aufnehmen", so Zehmke.

Eine andere Ausweichmöglichkeit gebe es nicht. Und eine reine Verdrängung von parkenden Autos über neue weitergehende Regelungen erscheine auch wenig sinnvoll, hatte zuvor Amtsmitarbeiter Christian Tutsch die Schlussfolgerungen aus einer aktuellen Zählung erläutert, bei der parkende Autos zwischen Schinkel- und Klosterplatz, entlang der Baustraße sowie in der östlichen Innenstadt erfasst wurden. Diese war in Auftrag gegeben worden, um den Bau des Parkplatzes mit Zahlen zum Bedarf begründen zu können. Wenig überraschend kam dabei heraus, dass bereits am Vormittag gegen 9 beziehungsweise 10 Uhr nur noch wenige Stellflächen frei sind, beziehungsweise in einigen Bereichen auch gar kein Parkplatz mehr zu bekommen ist.

Priorisierung nötig

Fachbereichsleiter Zehmke wies auf die begrenzten Mittel im Sanierungsfonds hin. "Wir müssen uns am Ende des Tages über die Priorisierung  von Maßnahmen unterhalten", sagte er. "Wir haben drei große Projekte am laufen, da kann es passieren, dass der Parkplatz nach hinten geschoben wird. Es muss jedem klar sein, dass man bei der Haushaltsführung darauf achtet", merkte der Ausschussvorsitzende Peter Gogol (SPD) an. Klar sei, dass auch, wenn das Projekt nicht kurzfristig durchzudrücken sei, es perspektivisch wünschenswert sei. Es möge auf jeden Fall weiter verfolgt werden, ergänzte Bernd Weidemann (CDU). Als vor Jahren Dauerparker auf den Klosterplatz gelenkt worden seien, habe sich das auch bewährt.

Parksituation in Gransee

Dauerparker, die etwa in der Granseer Innenstadt von Berufs wegen zu tun haben, können ihr Auto an vielen Straßen, aber nicht überall abstellen, wollen sie keinen Ärger.

So ist das Parken am Kirchplatz nördlich auf zwei Stunden begrenzt, die Kurzzeitplätze südwestlich der Kirche auf 30 Minuten. Auch an der Rosenstraße und an der Baustraße zwischen Schinkel- und Kirchplatz muss eine Parkuhr hinter die Windschutzscheibe gelegt werden.

Kassiert fürs Parken wird nur auf dem Schinkelplatz.⇥mhe

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