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Feuerwehreinsatz
Verdacht der Brandstiftung bei Erdgas-Befürworter

Hans-Peter Wolf aus Wesendorf hat sich mehrfach für die Erdgas-Bohrung ausgesprochen. Jetzt ist seine Garage niedergebrannt. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch völlig unklar.
Hans-Peter Wolf aus Wesendorf hat sich mehrfach für die Erdgas-Bohrung ausgesprochen. Jetzt ist seine Garage niedergebrannt. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch völlig unklar. © Foto: Wolfgang Gumprich
Martin Risken / 10.09.2019, 15:50 Uhr - Aktualisiert 10.09.2019, 18:19
Wesendorf (GZ) Zirka 100 000 Euro Schaden sind Montagabend entstanden, als eine Doppelgarage samt Auto, Traktor und Werkzeugen auf dem Gehöft von Hans-Peter Wolf am Dorfanger in Wesendorf komplett ausbrannte. Nachbarn hatten gegen 21 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte aus Wesendorf, Kappe, Krewelin und Zehdenick, insgesamt 40 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen, konnten ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus der Wolfs und ein Nachbargebäude verhindern. "Wir hatten gar nicht mitbekommen, dass es bei uns brennt. Die Nachbarn hatten die Feuerwehr alarmiert", sagte Wolf, der am Montagabend noch mit dem Auto zum Einkaufen gefahren war. Nach seiner Rückkehr habe er sein Auto in der Garage abgestellt, dann aßen er und seine Frau zu Abend. Als die Nachbarn aufgeregt klingelten, saßen die Wolfs vor dem Fernseher.

Am Dienstag untersuchen Kriminaltechniker den Brandort. Ihre erste Einschätzung: "Das Feuer hat sich nicht von allein entzündet", sagte Wolf. Was genau den Brand ausgelöst haben könnte, dazu äußerten sich die Kriminaltechniker nicht. Sie nahmen Ascheproben mit.

Das Haus des ehemaligen Bergsmanns, der sich mehrfach öffentlich für die Erdgasförderung in der Region ausgesprochen hatte, wurde bereits im März Opfer einer Farbbeutel-Attacke. Ob es da einen Zusammenhang gibt? Darüber will Wolf nicht spekulieren. Und auch Stadtbrandmeister Gerd Leege äußerte sich am Dienstag nicht zur Brandursache: "Ich weiß, dass das ein ganz heißen Eisen ist." Gegen 23 Uhr waren die Löscharbeiten am Montag zunächst abgeschlossen. Mittels einer Wärmebildkamera wurde der Brandort nach möglichen Glutnestern abgesucht. Im Glauben, dass der Brandort sicher ist, beendeten die Einsatzkräfte die Löscharbeiten gegen 23 Uhr. Gegen 0.30 Uhr flammte das Feuer wieder auf. Offenbar hatten sich doch Glutnester in der Dachverschalung gehalten. Wieder rückte die Wesendorfer Wehr aus. Erst gegen 2 Uhr war der Einsatz endgültig beendet.

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