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Workshop
Monstermäßiger Zeichenspaß

Über die Schulter geschaut: Evelyn Bittkau mit Hanna und Amy. Nach einem kurzen Blick auf die Vorlagen, in diesem Fall für Münder, ging es auch schon los.
Über die Schulter geschaut: Evelyn Bittkau mit Hanna und Amy. Nach einem kurzen Blick auf die Vorlagen, in diesem Fall für Münder, ging es auch schon los. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 07.10.2019, 17:16 Uhr
Gransee (MOZ) Monster sind böse – meistens jedenfalls –, entspringen der menschlichen Fantasie und kommen in Comics vor, da waren sich die Kinder des Granseer Hortes "Hufeisen-Kids" einig.

Nur wie sehen Monster aus? Groß, klein, dick, dünn, zähnefletschend, grün, schwarz oder noch in ganz anderen Farben? Da gingen die Meinungen auseinander. Und das war auch gut so, schließlich waren beim Monster-Comicworkshop am Montagvormittag in der Granseer Bibliothek der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Granseerin sprang spontan ein

Die Berliner Illustratorin Charlotte Hofmann, die eigentlich mit den Kindern zeichnen wollte und schon des Öfteren in den Bibliotheken in Oberhavel Nord zu Gast war, musste Bibliothekarin Irina Richter tags zuvor krankheitsbedingt absagen. Da war guter Rat teuer, sollte die Veranstaltung nicht ausfallen. Doch kreative Leute gibt es zum Glück auch in Gransee. Evelyn Bittkau sprang in die Bresche. Sie hatte noch nie einen Workshop geleitet, aber die Neugierde darauf war groß. Und sie hatte leichtes Spiel, hatten die meisten Kinder doch schon einmal Monster gezeichnet. Zahlreiche Skizzen hatte Bittkau außerdem im Gepäck, die sie auf die Tafel übertrug:   Stielaugen, Schielaugen, Elefantenfüße, Hühnerfüße, Greifvogelfüße, Hände mit Fingern, Hände mit Klauen, zähnefletschende Münder, welche mit Zahnlücken, Vampir- oder Haifischzähnen. Nur noch auf eine Körperform des Monsters festlegen und schon konnte nach Belieben kombiniert werden. Früh machten viele Knirpse allerdings klar, dass sie durchaus eigene Akzente setzen wollten. Als sich jemand beschwerte, dass Bittkau bei einer Beispielzeichnung an einem Monsterfuß einen Zeh vergessen habe, erhob sich sogleich Protest und wurde für das Anstrengen der eigenen Fantasie geworben. Wo bitte stehe denn geschrieben, dass Monster an jedem Fuß die gleiche Anzahl Zehen haben müssen?

Der ebenfalls für Montag im Rahmen des Granseer Klatschcafés geplante Porträt-Comic-Workshop für Senioren mit Illustratorin Charlotte Hofmann, wird laut Irina Richter voraussichtlich Anfang November nachgeholt.

Monster

MonsteroderMonstrum bezeichnet ein widernatürliches, meist hässliches und angsterregendes Geschöpf oder eine Missbildung.

Der Begriff Monster leitet sich von den lateinischen Wörtern monstrum (Mahnzeichen) sowie monstrare (zeigen, siehe auch Demonstration) und monere (mahnen, warnen) ab.

Im engeren Sinn bezeichnet das Wort ein meist im Verhältnis zu einem eher idealtypisch gesehenen Menschen ungestaltes Wesen.

Vor allem bei den Kirchenväter und im Mittelalter ist das Monstrum ein Mahnzeichen, das die Gläubigen auf die Gefahren und Folgen eines Abweichens vom rechten Glauben hinweisen soll.

Der Begriff Monster findet Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch über die Literatur. Er wird zum ersten Mal 1818 von Mary Shelley in "Frankenstein" verwendet.

Heute wird das Wort im alltäglichen Umgang eher selten verwendet, es wird aber teils für lustige Fantasiewesen benutzt.⇥red

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