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Fest
Kremmen sucht den größten Kürbis

Das Kürbisfest in Kremmen erfüllt eine häufig verwendete Phrase: Es ist ein Fest für die ganze Familie.
Das Kürbisfest in Kremmen erfüllt eine häufig verwendete Phrase: Es ist ein Fest für die ganze Familie. © Foto: Aileen Honhstein
Marco Winkler / 09.10.2019, 21:15 Uhr
Kremmen (MOZ) Kremmen steht erneut Großes, vielleicht Süßes und sogar Saures bevor: Am Wochenende vom 18. bis 20. Oktober wird in der Ackerbürgerstadt erneut zum mittlerweile traditionellen Kürbisfest eingeladen. Austragungsort der Oktober-Festivität ist das historische Scheunenviertel, die Organisation liegt in den Händen des 1994 gegründeten Scheunenviertelvereins sowie des direkt benachbarten Spargelhofs.

Die Vorsitzende des Vereins, Ellen Brunner, informiert über das durchaus als reichhaltig und vielfältig zu bezeichnende Programm an den drei Tragen. Den Anfang nimmt das Kürbisfest schon am Freitag, 18. Oktober. mit einem in der Tradition verankerten Fackelumzug. Die mit Lampions ausgerüsteten Kinder setzen sich mit ihren Eltern und Besuchern um 18 Uhr von der Kita Rhinstrolche, Alte Wallstraße 2b, aus in Bewegung, um die hereinbrechende Dunkelheit zu erhellen.

Der Weg führt direkt ins Scheunenviertel. Dort angekommen, erwartet die Teilnehmer sowohl ein Lagerfeuer als auch die Möglichkeit für Kinder, Stockbrot selbst herzustellen und über dem Feuer rösten zu lassen. "Es gibt Musik, Getränke und Grillwurst", fasst Ellen Brunner zusammen.

Ursprung in Mexiko

Für die großen Besuchermassen wird das Kremmener Kürbisfest erst am Sonnabend und Sonntag so richtig interessant, wenn es sich als buntes Familienfest präsentiert. An beiden Tagen lockt ab 10 Uhr ein Trödelmarkt für Schnäppchen-Sucher und Nippes-Fans. Um 11 Uhr öffnen die Stände, Händler bieten ihre Waren feil.

An beiden Tagen soll es zudem nicht an live gespielter Musik mangeln. Jeweils von 12 bis 18 Uhr verspricht Ellen Brunner Auftritte der Band "For Fun". Sie schickt zudem voraus: "Es können an beiden Tagen Kürbisse geschnitzt werden." Für Kinder gibt es nicht nur das obligatorische Angebot, sich schminken zu lassen, sondern zudem noch ein Bungee-Trampolin sowie Karussells. Die Treckerkerls sind ebenfalls wieder mit von der Partie.

Am Sonnabend wird um 15 Uhr eine mexikanische Tangruppe, die "Flores Mexicanas", auftreten – vor der Bühne, in bunten Kostümen. "Der Gartenkürbis hat ja in Mexiko seinen Ursprung", erklärt Ellen Brunner. Damit liegt sie natürlich richtig. Unser heutiger Gartenkürbis gehört zu den ersten und damit ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte. Archäologen sollen in mexikanischen Gräbern Samen gefunden haben, die darauf hindeuten, dass die Pflanze schon 7 000 vor Christi kultiviert wurde. Der Texanische Wildkürbis gilt als Stammform heutiger Gewächse. Christoph Kolumbus entdeckte Ende des 15. Jahrhunderts den Kürbis in Kuba für sich. Er berichtete, dass er die Pflanze 1492 in Kuba kennen und schätzen gelernt habe. Wenige Jahre später gelangten die ersten Samen nach Europa.

Wer hat den Größten?

In Kremmens Scheuenviertel wird der Kürbis so richtig zelebriert. Am Sonntag, 20. Oktober, gilt es, herauszufinden, wer das größte und schwerste Kürbisgewächs in seinem Garten hat. Um 14.30 Uhr werden die Exemplare zur sogenannten Kürbisolympiade gewogen. "Wir hoffen, dass wieder viele Kürbiszüchter ihre Prachtexemplare zu uns ins Scheunenviertel bringen", sagt Ellen Brunner.

Die Besitzer können im Anschluss nicht nur prahlen, dass sie den Größten haben. Sie gehen auch mit einer Belohnung nach Hause. Für das prächtigste Exemplar winken 100 Euro. Platz zwei erhält 50 Euro. "Daneben kann auch wieder das Gewicht eines Kürbisses geschätzt werden", so die Vereinsvorsitzende aus Kremmen. Die beiden besten Schätzer erhalten jeweils einen Gutschein vom Spargelhof im Wert von 35 Euro.

Wer mit einem Stand auf dem Kremmener Kürbisfest vertreten sein möchte, kann sich bei Björn Rasenack melden. Interessierte können sich per Mail an bjoern@rasenack.de wenden.

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