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Herbstputz
Das halbe Dorf ist auf den Beinen

Buswartehäuschen aufpoliert: Die Marienthaler säuberten und reparierten zahlreiche Bereiche im Dorf – und sie stärkten dabei den Gemeinschaftssinn.
Buswartehäuschen aufpoliert: Die Marienthaler säuberten und reparierten zahlreiche Bereiche im Dorf – und sie stärkten dabei den Gemeinschaftssinn. © Foto: Privat
Thomas Pilz / 05.11.2019, 20:15 Uhr
Marienthal (MOZ) Falls im Nordkreis eines Tages ein passendes Synonym für den Begriff Gemeinschaftssinn gesucht werden sollte, könnte man seit dem 26. Oktober auf das Wort Marienthal zurückgreifen.

Die Einwohner des Zehdenicker Ortsteils setzen an diesem Sonnabend zweifellos Maßstäbe, was gemeinsame Arbeit für ein schöneres Dorfleben betrifft. Etwa 400 Einwohner zählt das Dorf, mehr als 200 von ihnen beteiligten sich am 10. September im "Marienthaler" an einer Infoveranstaltung zu dem Thema. Schnell machte die Idee vom herbstlichen Subbotnik die Runde. Eine Unterschriftenliste wurde ausgefüllt. Schließlich packten an dem letzten Oktober-Sonnabend mehr als 80 fleißige Helfer mit an.

Das berichtet Karl-Heinz Grüneberg (AfD), der stellvertretende Ortsvorsteher, der noch immer völlig begeistert ist. "Ja, eigentlich hatten wir nämlich, wie das meistens bei solchen Aufrufen der Fall ist, mit weitaus weniger aktiven Helfern gerechnet, so etwa mit 20 bis 40 Leuten, wie wir dachten", erzählt Grüneberg.

Zumal sich offiziell um die 40 Leute bereit erklärt hatten, "die Hände wackeln zu lassen".

Vielleicht habe es ja auch an der Vorbereitung gelegen, mutmaßt Karl-Heinz Grüneberg. Denn Dr. Uwe Zietmann (parteilos), der Ortsvorsteher in Marienthal, hatte während eines Vorbereitungstreffens mit Hilfe eines Bilder-Vortrages deutlich gemacht, wo in dem Dorf nach den für die meisten Bewohner quälenden und zwei Jahre andauernden Bauarbeiten – Trink- und Abwasserleitungen wurden verlegt und die Straße erneuert – die Dreckecken sind.

Wartehäuschen gesäubert

Bereiche, die man gemeinsam schöner gestalten könnte, zeigte Zietmann, ebenso Stellen, die dringend einer Pflege bedurften.

Dazu gehörte es beispielsweise, das Geländer im Bereich und auf der Brücke, die nur einspurig befahrbar ist, zu entrosten und zu streichen. In mehreren kleinen Gruppen schwärmten die Marienthaler aus, um etwa die Badestelle am Wentowsee auf Vordermann zu bringen, zählt Grüneberg auf. Ebenso habe man sich um die Verschönerung des Rundwegs um den See gekümmert und sei das gesamte Festplatz-Gelände gereinigt und repariert worden.

Ja, selbst die Buswartehäuschen seien mit Eifer und Hingabe gereinigt worden.

"Es waren alle Gewerke vertreten, so dass viele kleinere Reparaturen erledigt werden konnten", erzählt der stellvertretende Ortsvorsteher. Bis etwa 13 Uhr dauerte das Gewusel im gesamten Dorf an, dann traf man sich am Grill bei einem Bierchen und einer Bratwurst, um die gesamte Aktion gesellig auszuwerten.

Festzustellen sei schließlich, der Eindruck habe nicht getäuscht, in Marienthal gehe es vielen Einwohnern um eine echte Dorfgemeinschaft, um ein funktionierendes Dorf, erklärte Karl-Heinz Grüneberg. Dank der guten Kommunikation mit den Bürgern, habe man viele Einwohner mobilisieren können. "Das war ein echter Hammer", betont auch Uwe Zietmann. Neben der Sauberkeit im Dorf sei es bei der Aktion um die Gemeinschaft gegangen, und dieses Ziel sei erreicht worden.

Fast wunschlos glücklich seien die Marienthaler im Übrigen, was die neue Ortsdurchgangsstraße betrifft, so Grüneberg. Wenn da nicht die vielen Raser wären.

Infokasten über zwei Zeilen

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel.⇥kürzel

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