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Volleyball
"Das war kein Sieg aus dem Regal"

Stimmung unter dem Dach in der Granseer Dreifelderhalle
Stimmung unter dem Dach in der Granseer Dreifelderhalle © Foto: Gunnar Reblin
Stefan Zwahr / 24.11.2019, 20:01 Uhr
Gransee (MOZ) Der Vizemeister ließ dem Meister am Samstagabend keine Chance: Glatt in drei Sätzen gewann der SV Lindow-Gransee in der 2. Bundesliga gegen Chemie Volley Mitteldeutschland. "Saugeil. Das reicht als Statement", jubelte Vereinschef Frank Seeger nach der 80-Minuten-Gala seiner Volleyballer, die nur in zwei Phasen (und das sehr kurz) in Rückstand gerieten.

"Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass wir so dominant auftreten", bemerkte Teammanager Dirk Schmidt. Und es sei dominant gewesen. "25:20, 25:19 und 25:21 ist im Volleyball ein sehr klares Ergebnis. Ein 3:0 gegen Mitteldeutschland ist nichts von der Stange. Da muss man auch nicht tiefstapeln. Das macht man nicht einfach so."

Die Leistung der Mannschaft sei überragend gewesen. Libero Martin Pomerenke war ein sicherer Rückhalt bei den Annahmen, Marcin Kapusniak gefiel mit variantenreichen Punkten, auch Matti Binder glänzte in vielen Aktionen. "Es war im Vergleich zur Vorwoche (3:1-Sieg in Braunschweig; Anm.d.Red.) eine klare Steigerung", betonte Trainer Peter Schwarz. "Gegen starke Gegner spielt man immer stärker. Dass es aber so laufen würde, ist definitiv überraschend." Seine Schützlinge hätten ein Duell auf Augenhöhe erzwungen. "Und in den entscheidenden Momenten waren sie da und haben sich abgesetzt." In den wenigen Momenten, wo es Konzentrationsschwächen gab, sei das phantastische Publikum eine Hilfe gewesen.

Gegner Mitteldeutschland, der im anhaltinischen Spergau beheimatet ist, fand nie ein Mittel. "Der Gegner war richtig gut. Lindow-Gransee hat sehr stark aufgeschlagen und brachte uns in der Annahme ins Wackeln", räumte Alexander Ruppel ein. Zudem habe sich das Fehlen von zwei Leistungsträgern (darunter Kapitän Chris Warsawski) bemerkbar gemacht. "Das hat die Chemie etwas zerbrochen."

Nur 20 Stunden nach dem Mitteldeutschland-Spiel waren die Grün-Weißen am Sonntag erneut in der Rolle des Gastgebers. Gegen die Talenteschmiede vom VC Olympia Berlin gab sich der Regionalpokalsieger keine Blöße und gewann mit 23:25, 25:20, 25:17 sowie 25:17.

Dank des "Sechs-Punkte-Wochenendes" schob sich Lindow-Gransee bis auf zwei Punkte an den Spitzenreiter heran, der ein Spiel mehr ausgetragen hat. Dementsprechend zufrieden ist Dirk Schmidt. Er erinnert daran, dass sein Team vor wenigen Wochen den Erstligisten Bühl am Rande einer Pokalniederlage hatte. "Die mussten alles herausholen, weil wir überragend waren. So eine Leistung kann man normalerweise nicht auf Knopfdruck abrufen." Am Sonnabend habe sich nun gezeigt, dass es irgendwie doch geht.

Timo Schlag: "Wir können optimistisch sein"

Timo Schlag rief am Samstagabend eine starke Leistung ab und wurde zum wertvollsten Spieler seiner Mannschaft gewählt.

Der Erfolg gegen den Spitzenreiter kam für ihn nicht überraschend. "Ich habe tatsächlich schon mit einem Sieg gerechnet. Schon in den letzten Spielen haben wir gut gespielt und waren gut drin."

Mitteldeutschland sei im Vergleich zur vergangenen Saison nicht mehr so gut aufgestellt. "Mit dem Vorwissen, dass da ein paar Spieler gefehlt haben, sind wir davon ausgegangen, dass wir gewinnen."

Der deutliche Sieg über die Anhaltiner sei verdient gewesen, "obwohl wir auch nicht unseren besten Volleyball gespielt haben". Die Blockarbeit sei deutlich besser als zuletzt gewesen.

Seine eigene Leistung wollte Schlag nicht weiter kommentieren. "Ich denke, es war kein schlechtes Spiel."

In der Tabelle liegt Lindow-Gransee nun fünf Punkte hinter dem Tabellenführer, hat aber zwei Spiele weniger ausgetragen. "Ich denke, wenn man den Saisonstart betrachtet, haben wir eine gute Entwicklung gemacht. Wir können optimistisch sein, wenn wir weiterhin konstant unsere Leistung bringen."⇥sz

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