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Haushaltsdiskussion
Feuerwehrauto und Kitabau finanziell gesichert

Ein neues Tanklöschfahrzeug: Darauf wartet die Meseberger Feuerwehr. 2020 soll es angeschafft werden. Die Dannenwalde Kameraden erhielten ihres Ende 2016.
Ein neues Tanklöschfahrzeug: Darauf wartet die Meseberger Feuerwehr. 2020 soll es angeschafft werden. Die Dannenwalde Kameraden erhielten ihres Ende 2016. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 01.12.2019, 08:45 Uhr
Gransee (MOZ) Investitionen in Höhe von knapp 2,6 Millionen Euro will das Amt Gransee und Gemeinden im kommenden Jahr tätigen. Die Mitglieder des Amtsausschusses gaben dafür grünes Licht. Den Haushalt für 2020 beschlossen sie einstimmig.

Der Löwenanteil dieser Summe ist für den Um- und Neubau der Kita "Zwergenland" an der Straße des Friedens vorgesehen – immerhin 1,66 Millionen Euro. Allein damit wäre das ambitionierte Projekt aber nicht zu bezahlen. Doch wie Nico Zehmke, der für Bauen und Finanzen zuständige Fachbereichsleiter in der Granseer Amtsverwaltung, erläuterte, sind 2021 noch einmal 1,1 Millionen dafür vorgesehen. Um auf die nötige Gesamtsumme von 5,7 Millionen Euro zu kommen, waren bereits in den Vorjahren jeweils entsprechende Posten in den Haushalt eingestellt worden.

Ein neues Tanklöschfahrzeug soll die Feuerwehr Meseberg erhalten. Dies schlägt mit 370 000 Euro zu Buche. Für 140 000 Euro werden neue Fahrzeuge für den Amtswirtschaftshof angeschafft. Das übrige Geld im Haushalt ist für die Ausstattung der Amtsverwaltung (etwa für PC-Technik und Software), der Feuerwehr (beispielsweise Bekleidung und Funktechnik) und der Schulen geplant. Für letztere nimmt die Verwaltung Geld für die sogenannte Medienoffensive in die Hand, also die Anschaffung entsprechender Hardware. Dafür gibt es eine 90-prozentige Förderung.

Kreditaufnahme eingeplant

Unterm Strich ergibt sich ein Defizit in Höhe von 990 000 Euro Euro im Investitionsbereich. Das soll mit einem Kredit über 960 000 Euro größtenteils gedeckt werden. Bis zum Ende des Planungszeitraums 2023 ist die Rücklagenentwicklung dennoch positiv. "Das liegt daran, dass das Amt regelmäßig investiert, so dass der Werterhalt gewährleistet ist", erläuterte Zehmke. "Die Kredite können sie sich leisten", sagte Zehmke mit Blick darauf, dass die Tilgung gewährleistet sei.

Auch für 2019 sei bereits eine Kreditaufnahme über 2,2 Millionen Euro eingeplant gewesen. Die habe man bislang noch nicht abgerufen, werde dies aber noch tun. Außerdem wird die Amtsumlage angehoben – von 32,5 auf 35 Prozent –, was wahrscheinlich bis 2023 gilt. Etwa eine Viertelmillion Euro müssen die Stadt Gransee und die Gemeinden daher mehr einzahlen.

Amtsdirektor Frank Stege betonte, dass die Verwaltung bei den Investitionen in Amt, Stadt und Gemeinden mit Augenmaß vorgehe. "Wir tätigen keine Investitionen ohne Förderung. Und wir gelten als finanzstarke Kommune. In den nächsten Jahren investieren wir fast 40 Millionen Euro für die Daseinsvorsorge", sagte er. Das Kloster, das Gesundheitszentrum, die Kita "Zwergenland", aber auch den Straßenbau zwischen der B 96 und Wendefeld führte er als Beispiele an. Zudem sei die Kreditbelastung in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren worden und seit 2004 keine neuen Kredite mehr aufgenommen worden.

Aus dem Zahlenwerk

Im Ergebnishaushalt wird mit Erträgen in Höhe von 11 800 500 Euro kalkuliert. Dem stehen Aufwendungen über 11 846 400 Euro gegenüber.

Im Finanzhaushalt belaufen sich die Einzahlungen auf 10 770 400 Euro, die Auszahlungen auf 10 379 100 Euro.

Eine Nachtragssatzung für das betreffende Jahr ist bei einem Fehlbetrag von  200 000 Euro nötig oder wenn sich bisher nicht veranschlagte oder zusätzliche Einzelaufwendungen  oder Einzelauszahlungen in dieser Höhe ergeben. ⇥red

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