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Ehrenamt
Sich beim Müllsammeln fit gemacht

Auf los gehts los: Die Läufer und Spaziergänger, ob zwei- oder vierbeinig, marschierten zügig zu den Dreckecken.
Auf los gehts los: Die Läufer und Spaziergänger, ob zwei- oder vierbeinig, marschierten zügig zu den Dreckecken. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 01.12.2019, 19:55 Uhr
Gransee (MOZ) Was für die Gesundheit tun und zugleich fürs Gemeinwohl. Dieser Maxime haben sich die Sportler des Lauftreffs vom SV Eintracht Gransee verschrieben. Zum dritten Mal veranstalteten die Freizeit-Akteure am Sonnabend ihre Plogging-Aktion, bei der sportliche Akzente durchaus gesetzt werden konnten. Allerdings nicht so sehr beim befreiten Laufen durch Wald und Flur – im Vordergrund stand eine gymnastische Übung, die Ungeübten durchaus aufs Kreuz gehen kann: das hundertfache Bücken nach achtlos weggeworfenen Müll in der Ackerbürgerstadt.

Unter der Ägide von Wolfgang Schwericke, dem Leiter des Lauftreffs, kamen einmal mehr etwa 20 ehrenamtliche Saubermänner, vor allem aber -frauen zusammen. Unter ihnen Anke Rudolph, die Vorsitzende des Sportvereins. Eine gute Tradition ist es außerdem von Anbeginn, dass auch Mario Gruschinske, der Granseer Bürgermeister, kräftig mitzupackt.

Eine Route wurde festgelegt, etwa  rund um den Sportplatz, der sogenannte Aldi-Weg, entlang den Wallgärten, im Umfeld der Holländer-Mühle und nicht zuletzt der häufig in Mitleidenschaft gezogene Friedhofsweg beim Penny-Discounter. Und die Läufer hofften übrigens auf Nachahmer, die vor ihren Grundstücken sauber machen, erklärte Schwericke.

Mario Gruschinske merkte an, man wisse eigentlich gar nicht zu Beginn, ob man sich freuen kann oder mehr ärgern muss. "Einerseits hat man Bewegung und ist an der frischen Luft – andererseits hat man wirklich viel tun, den Müll zu beseitigen, denn davon gibt es eine ganze Menge", sagt das Stadtoberhaupt.

Und er fügte während der Begrüßung hinzu: "Es verwundert schon, wie egal manchen Leuten ihre Heimatstadt ist." Betrüblich sei außerdem, dass es an manchen Stellen einen Tag später genauso schlimm aussieht wie vor der Plogging-Aktion", gab er zu bedenken.

Der Humor als Grundessenz jeglichen Miteinanders, kam während der "Stadtreinigung" selbstverständlich nicht zu kurz. Dafür sorgte allein schon Anke Rudolph. Und anschließend spendierte der Bürgermeister einen leckeren Imbiss.

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