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Großes Aufräumen
Bald rollen Bagger im Stadtwald

Für die Öffentlichkeit gesperrt: Dennoch müssen die Waldwege in Schuss sein, auch für die Feuerwehr.
Für die Öffentlichkeit gesperrt: Dennoch müssen die Waldwege in Schuss sein, auch für die Feuerwehr. © Foto: Matthias Henke
Matthias Henke / 08.01.2020, 08:22 Uhr
Gransee Bald rollen die Bagger im Granseer Stadtwald. Der Hauptweg im Waldgebiet Bürgerfichten soll instandgesetzt werden.  Während  geländegängige Forstmaschinen darauf nicht unbedingt angewiesen sind, soll vor allem die Befahrbarkeit des Weges für den den Katastrophenschutz sowie die Feuerwehr so sichergestellt werden.

Von der Waldbrandgefahr abgesehen, die sich aus der extremen Trockenheit während der Sommermonate ergab, waren in dem Gebiet etwa 2018 gezielt Holzpolter am Wegesrand in Brand gesetzt worden, so dass das Areal zunehmend in den Fokus der Einsatzkräfte rückte.

Brandschutz im Fokus

Das Vorhaben werde zu 100 Prozent vom Land Brandenburg finanziert, erläuterte Carmen Tasch von der Granseer Bauverwaltung auf Nachfrage. Ein Topf zur Förderung forstwirtschaftlicher Vorhaben konnte angezapft werden. Und der Brandschutz stehe in diesem Zusammenhang an erster Stelle. Noch sei der Auftrag nicht vergeben worden, aber möglichst bis Ende Februar sollen die Bauarbeiten beendet sein. Das hänge mit dem Beginn der Vegetationsperiode im März zusammen. Die Verwaltung befinde sich in enger Abstimmung mit der Untere Naturschutzbehörde. "Zum Beispiel kann es sein, dass noch Frost kommt, und der Tiefbau doch nicht in einem Durchgang durchgeführt werden kann", so Tasch.

Es geht um 2,8 Kilometer Weg, die auf einer Breite von 3,50 Meter instandgesetzt  werden sollen. Der Großteil davon führt um das Karree der Bürgerfichten herum. Eine Deckschicht aus Natursteinbruch wird auf eine Tragschicht aus Naturstein oder Betonrecycling aufgebracht.

Die Bürgerfichten insgesamt sind in keinem guten Zustand. Bereits Ende 2018 hatte Revierförster Maik Hoffmann ein verheerendes Bild gezeichnet, was vor allem am Borkenkäfer lag, der den namensgebenden Gewächsen stark zusetzte. "Und seitdem ist es sogar noch deutlich schlechter geworden", sagte Hoffmann am Dienstag auf Nachfrage. Alles, was an Fichten noch stehe, müsse aus dem Wald geräumt werden.

Wiederaufforstung geplant

Anschließend soll die Gegend in Zusammenarbeit mit drei Waldgemeinschaften – Rehberge, Meseberg-Schönberg und Südbrandenburg –, denen die vielen einzelnen Flächenbesitzer angehören, wieder aufgeforstet werden. "Wenn alles in einer Hand wäre, wäre es einfacher. So gibt es einen hohen Abstimmungsbedarf", so Hoffmann. Die Grundstücke in den Bürgerfichten sind nur wenige Meter breit, aber mehrere hundert Meter lang. "Momentan sind wir noch voll dabei, das Schadholz rauszuschaffen." Zeitnah soll dann mit der Wiederaufforstung begonnen werden. "Aber da müssen wir sehen, wann wir Pflanzen bekommen", so der Förster. Die Nachfrage sei hoch, denn das Problem mit dem Borkenkäfer geb es deutschlandweit.

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