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Nachruf
Trauer um langjährigen Abgeordneten

Ist mit 75 Jahren verstorben: Hermann Reichl.
Ist mit 75 Jahren verstorben: Hermann Reichl. © Foto: privat
Martin Risken / 13.01.2020, 20:00 Uhr
Zehdenick (MOZ) Das Herumreden um den heißen Brei war nicht seine Sache. Hermann Reichl brachte die Dinge immer schnell auf den Punkt und legte auch schon mal den Finger in die Wunde, wenn es sein musste. Das langjährige CDU-Stadtverordnete und frühere Chef der Molkerei in Zehdenick und später in Gransee ist am 5. Januar im Alter von 75 Jahren verstorben. Beim Neujahrsempfang der Stadt Zehdenick wurde mit einer Schweigeminute seiner gedacht. Aus Teplitz im Sudetenlang hatte es Hermann Reichl und seine Familie nach dem Krieg nach Oebisfelde auf halbem Wege zwischen Gardelegen und Wolfsburg verschlagen. Seit 1967 wohnte er  in Zehdenick.

Von 1998 bis 2019 gehörte Hermann Reichl der Stadtverordnetenversammlung an. Er war ab 2003 Vorsitzender des Bauausschuss, ab 2014 Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. In dieser Zeit erwarb er sich Ansehen über Partei- und Fraktionsgrenzen hinaus. "Wir verlieren mit ihm einen pflichtbewussten, gradlinigen und engagierten Politiker und Freud", schreibt der CDU-Stadtverband, für dessen Arbeit er sich auch noch nach seinem Ausscheiden aus dem Stadtparlament interessierte.

44 Jahre lang hatte der studierte Milchingenieure alle Höhen und Tiefen des Molkereiwesens in der Region miterlebt, als Chef der Molkereigenossenschaft Zehdenick und schließlich auch noch als Betriebsleiter der Molkerei Fude + Serrahn in Gransee. Hermann Reichl sei es mitzuverdanken, dass die Molkerei nach dem Rückzug von Parmalat weiter am Markt geblieben und mit dem Verkauf an Fude + Serrahn eine Zukunft in Gransee erhalten habe, würdigte Molkereichef Michael Fuhde bei der Verabschiedung von Hermann Reichl Anfang 2011 die Verdienste des Wahl-Zehdenickers.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am kommenden Freitag, 17. Januar, um 12.30 Uhr auf dem Friedhof I in Zehdenick statt.

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