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Bildungsstandort
Stadt verspricht Schulumzug für Juli

Noch viereinhalb Monate bis zum geplanten Umzug: Bis 30. Juni müssen nicht nur alle Mängel im und am Schulgebäude beseitigt sein, sondern auch die Betriebserlaubnis des Bildungsministeriums vorliegen.
Noch viereinhalb Monate bis zum geplanten Umzug: Bis 30. Juni müssen nicht nur alle Mängel im und am Schulgebäude beseitigt sein, sondern auch die Betriebserlaubnis des Bildungsministeriums vorliegen. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 12.02.2020, 19:45 Uhr - Aktualisiert 13.02.2020, 11:21
Zehdenick (MOZ) Während Eltern und Lehrer skeptisch bleiben, ob der bereits um ein Jahr verschobene Umzug der Havelland-Grundschule in das Schulgebäude an der Marianne-Grunthal-Straße bis zum Beginn des Schuljahres 2020/21 gelingen wird, lässt Fachbereichsleiter Fred Graupmann daran keinen Zweifel aufkommen: "Es gibt eine Deadline zum 30. Juni. Bis dahin muss alles fertig sein. Dannach kann der Umzug beginnen" Die Frage nach einem Plan B stelle sich deshalb auch gar nicht: "Daran denke ich nicht. Die Sachen sind alle bewältigbar, beherrschbar", versicherte Graupmann.

Mängelliste präsentiert

Dann aber präsentierte Corinna Zurth, stellvertretende Leiterin der Havelland-Grundschule eine Mängelliste, die nach einer Begehung mit dem Landesamt für Arbeitsschutz entstanden sei. Danach entspreche die Elektrik in dem Gebäude nicht den Vorschriften, die Außenanlagen seien für Kinder im Grundschulalter nicht geeignet, auf dem Bolzplatz bestehe große Verletzungsgefahr, drei Treppen seien stark sanierungsbedürftig, es gehe Stolperstellen, die Rampen zu den Außentüren stellten eine Unfallgefahr dar, es fehlten Fluchtwege, eine Kraftstromsteckdose entspreche nicht dem Stand der Technik und von einer Brandschutztür sei der Oberschließer entfernt worden, listete Zurth nur einen Ausschnitt aus der Mängelliste auf. Ob die Stadtverwaltung auch Kenntnis von dieser Liste hat. "Einige Punkte sind schon beseitigt worden", versicherte Graupmann ohne konkreter zu werden. "Die Hinweise nehme ich mit", ergänzte er. Die Gefahrenquellen würden beseitigt, und zwar bis zum geplanten Umzug der Schule, der bis zum 10. Juli dieses Jahres abgeschlossen sein soll.

Trotzdem bleibt der umgebaute Schulstandort noch ein Provisorium. An einen Sportunterricht draußen ist nicht zu denken, weil die versprochen Sport- und Spielanlage nicht pünktlich fertig werden. Erst im Spätsommer kann mit dem Bau der Sport- und später dann mit der Realisierung des Spielplatzes begonnen werden. "Ohne Einschränkungen geht es nicht, da bitte ich um Verständnis", antwortete Graupmann auf die Nachfrage von Lehrern, wo die Schüler denn die Pausen verbringen sollen, wenn es nebenan noch eine Großbaustelle gibt. Hinter dem Areal der Stadtwerke stünde ja auch noch ein Bolzplatz zur Verfügung, der dann genutzt werden könnte, so der Fachbereichsleiter. Mit dem Abriss der alten Technikbaracke, die von der Exin-Oberschule genutzt wurde, soll aber schon bald begonnen werden. Am heutigen Donnerstag soll der Hauptausschuss die Entscheidung darüber treffen, wer den Zuschlag zum Abriss der Baracke und des früheren Hausmeisterbüros erhält. Und dann müsse auch noch der Bauantrag für den Neu- beziehungsweise den Umbau der Außenanlagen gestellte werden.

Für einen raschen Umzug des Schulhortes von der Hospital- an die Marianne-Grunthal-Straße sprach sich Elternvertreterin Monika Schulz aus: "Die Zustände sind schon jetzt nicht mehr tragbar", sagte sie. Für den Umzug von Schule und Hort selbst ist Fachbereichsleiterin Verena Rönsch verantwortlich: Sobald die Arbeiten Ende Juni abgeschlossen sein werden, beginne der Umzug der Schule, der mit einem Unternehmern realisiert werden soll. In den ersten 14 Tagen der Sommerferien soll dieser zügig über die Bühne gehen. So groß sei der Umzug auch nicht, weil viele Klassenräume schon jetzt eingerichtet seien. Auf die Frage des Abgeordnete Norbert Gerth (GfZ), ob die Verwaltung schon ein Umzugsunternehmen gebunden habe, stellte Rönsch fest: "Es ist noch eine Ausschreibung notwendig." Der Umzug hängt aber nicht nur an den Bauarbeiten im Schulgebäude, sondern es bedürfe auch noch der Erteilung einer Betriebserlaubnis durch das Bildungsministeriums. Dieser Antrag könne erst Anfang April gestellt werden, wenn das Gebäude für den Brandschutz ertüchtigt worden ist. Erfahrungsgemäß sei das Ministerium bei der Erteilung solcher Genehmigung recht schnell, so dass diese keine allzu große Hürde darstellen dürfte.

Bildungslandschaft neu geordnet

Am Anfang stand die Entscheidung der Stadtverordneten, den Standort des Oberstufenzentrums in Zehdenick zu stärken.

Das geschah durch den Umzug der Exin-Oberschule in das OSZ-Gebäude am Wesendorfer Weg im Jahr 2018.

Der letzte Schritt soll nun durch den Umzug der Havelland-Grundschule in das frühere Oberschul-Gebäude vollzogen werden.⇥ris

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