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Ronny Erdmann bleibt dem SV Zehdenick treu

Ronny Erdmann (rechts) mit Trainer Daniel Runge
Ronny Erdmann (rechts) mit Trainer Daniel Runge © Foto: Stefan Zwahr
Stefan Zwahr / 10.03.2020, 14:40 Uhr - Aktualisiert 10.03.2020, 14:52
Zehdenick (MOZ) Er ist für viele das prägenden Gesicht des SV Zehdenick: Ronny Erdmann – einst Spieler in Klein-Mutz, Grüneberg und Zehdenick – ist seit gut elf Jahren Manager des Vereins aus der Havelstadt, gehört in dieser Funktion auch dem Vorstand an. Das wird auch so bleiben. Wenn am Freitagabend im Rahmen der Mitgliederversammlung ein neues Führungsgremium gewählt wird (18 Uhr, Sportlerheim), gehört auch Erdmann zu den Kandidaten.

Selbstverständlich ist das nicht. "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich noch einmal kandidiere", räumt der 45-Jährige ein – der vor einigen Jahren mal sagte, dass er bei seinem Amtsantritt nicht gewusst habe, "was für ein Zeitaufwand an diesem Posten hängt". Daher habe es vor der anstehenden Versammlung viele Gespräche mit der Familie gegeben, die in der Vergangenheit immer wieder zurückstecken musste. "Meine Frau steht hinter mir. Sie hat mich so kennengelernt. Und sie weiß, dass es bei mir so ganz ohne Fußball nicht gehen würde." So gehe es auch in Zukunft darum, die Familie mit Kleinkind und den SVZ unter einen Hut zu bekommen.

Neben dem grünen Licht von der Familie spielte auch die aktuelle Situation beim Traditionsverein eine Rolle. Zehdenick steht an der Tabellenspitze der Landesliga, was Erdmann vor wenigen Tagen als den Höhepunkt unter seiner Regie bezeichnete. "Diese Situation lässt es nicht zu, mein Baby zu verlassen. Das würde nur Unruhe in den Verein und die Mannschaft bringen." Die Entscheidung, seine Ämter beim SV Zehdenick fortzuführen, sei also keineswegs egoistisch gedacht. "Ich denke da in erster Linie nicht an mein eigenes Wohl."

Bestärkt in seiner Entscheidung fühlte sich Erdmann auch durch Signale von der Stadt, von der sich der Funktionär in den Jahren seines Schaffens manchmal ein wenig im Stich gelassen fühlte. Nun habe es vor wenigen Tagen einen Vor-Ort-Termin mit Vereinschef Peter Hildebrandt und Bürgermeister Bernd Kronenberg gegeben. "Ein sehr positives Gespräch", so Erdmann. Modernisierungen im Jahn-Stadion seien ebenso thematisiert worden wie der Kunstrasenplatz. "Das stimmt mich positiv. Ohne Stadt geht es nicht. Und diese Signale waren für mich ein weiterer Anstoß, um weitermachen zu wollen."

Dabei hatte Ronny Erdmann nie einen Hehl daraus gemacht, dass Zehdenick für ihn nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. "Es war immer mein Ziel, im Sport  mal höherklassig arbeiten zu dürfen. Das ist auch immer noch so." Der Verein habe zugesichert, ihm bei entsprechenden Angeboten keine Steine in den Weg zu legen."

Bis dahin werde er alles für den Verein geben. "Es ist eine stetige Weiterentwicklung zu sehen." Daran hätte Peter Hildebrandt  ebenso seinen Anteil wie der komplette Vorstand. Lobende Worte verliert Erdmann gerade über Kathrin Nimtz. Die Jugendleiterin sei ein ganz wichtiger Faktor und habe einiges bewegt, das längst Früchte trägt.

Um sein Verhältnis zu Lothar Stabrey beschreiben zu können, findet Erdmann kaum die richtigen Worte. "Das ist ein ganz wichtiger Wegbegleiter, mit dem ich noch heute gern zusammenarbeite. Wir haben uns immer gut ergänzt."

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