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SV Lindow-Gransee
Vereinschef Frank Seeger kritisiert die Volleyball-Liga

Frank Seeger, Vereinsvorsitzender des SV Lindow-Gransee Lindower SV Grün-Weiß.
Frank Seeger, Vereinsvorsitzender des SV Lindow-Gransee Lindower SV Grün-Weiß. © Foto: Matthias Haack
Stefan Zwahr / 20.03.2020, 08:58 Uhr
Gransee (MOZ) Frank Seeger, Vereinschef des SV Lindow-Gransee, sieht sich gezwungen, deutliche Worte in Richtung Deutscher Volleyballliga zu richten. Diese hatte am Mittwoch entschieden, das Team aus Oberhavel nach dem Saisonabbruch nicht zum Meister der 2. Bundesliga Nord zu ernennen, obwohl die Grün-Weißen fünf Spieltage vor Schluss mit satten sechs Punkten Vorsprung Tabellenführer waren.

Das sei ein unglaublicher und nicht nachvollziehbarer Beschluss, wettert Seeger. In einem Schreiben an den Verband wirft er die Frage auf, auf welcher Grundlage diese Entscheidung getroffen worden sei. "Es waren mehr als Dreiviertel aller Spiele absolviert (...) und die führenden Mannschaften hatten teilweise einen großen Vorsprung. Es braucht mir auch keiner zu erzählen, dass die Entscheidung im Lizenzstatut oder irgendeiner Spielordnung verankert ist. In dieser außergewöhnlichen Situation hätte man vom Regelwerk abweichen können. Es wäre alles vollkommen einfach gewesen: Meister, Absteiger und Aufsteiger!" Die Zweitligisten würden nach sportlichen Erfolgen keine Anerkennung in Form von finanziellen Prämien erhalten. "Umso wichtiger ist eine Meisterfeier mit Sponsoren, Amtsträgern und Fans. Das kann einen Verein  enorm pushen und die Vorbereitung der neuen Saison bedeutend erleichtern. Dies wurde mit der Entscheidung zunichte gemacht", so Seeger.

Auch die angekündigte Erhöhung der Staffelstärke werfe Fragen auf. "Das ist geschehen, ohne mit den Vertretern der Mannschaften auch nur ansatzweise zu reden. Der SV Lindow-Gransee wünscht keiner Mannschaft den Abstieg." Aber, so Seeger: "Wenn es keinen Meister und keinen Absteiger geben darf, dann kann es auch keine Aufsteiger geben.  In dieser Saison waren es 24 Spiele und mit den Pokalspielen war unserer Meinung nach der Terminkalender vollkommen ausgefüllt." Die Aufstockung führe zu einer immer größeren Belastung der Spieler (90 Prozent von ihnen seien Amateure), aber auch des gesamten Vereins. "Der Beschluss beweist mir, wie weit der VBL–Vorstand tatsächlich von der 2. Bundesliga entfernt ist."

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