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Corona-Krise
Situation an der Landesgrenze zu Mecklenburg entspannt

Glück gehabt: Dieser Autofahrer kann den Kontrollpunkt passieren. Er ist in Neubrandenburg beheimatet.
Glück gehabt: Dieser Autofahrer kann den Kontrollpunkt passieren. Er ist in Neubrandenburg beheimatet. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 25.03.2020, 17:08 Uhr
Fürstenberg (MOZ) Die Lage auf der B 96 unweit der Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern hat sich wieder beruhigt. Wie die Sprecherin des Polizeipräsidiums Nicole Buchfink am Mittwoch sagte, hat die Polizei zwischen Dienstag, 6 Uhr, und Mittwoch, 6 Uhr, nur noch 37 Fahrzeuge von mehreren hundert, die den Kontrollpunkt passierten, zur Umkehr auffordern müssen.

Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die meisten Autofahrer, die nicht in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet sind, verstanden haben, worauf es jetzt in der Corona-Krise ankomme, merkte Buchfink an. Die Einsicht habe sich durchgesetzt, dass die Gesundheit aller nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden sollte.

Ganz anders habe es noch am vergangenen Freitag und dem auf ihn folgenden Wochenende ausgesehen. Am 19. März setzten die Kontrollen ein, "auch damit ein ungehinderter Zustrom auf die Inseln Usedom und Rügen rechtzeitig abgewendet kann", so die Sprecherin. Zumal man dann schnell Gefahr liefe, dass das dortige Gesundheitssystem wegen Corona-Erkrankungen kollabieren könnte.  Am ersten Tag war dann am Kontrollpunkt Abzweig Wesenberg für 51 Fahrzeugführer der Umkehrpunkt erreicht. Am 20. und 21. März wurden immerhin 224 Fahrzeuge abgewiesen, zählt die Polizeisprecherin auf.

Polizeiobermeister Felix Wahl, der am Kontrollpunkt die Leitung hatte,  bestätigte die aktuelle Statistik der Pressestelle. Nach seinen Worten mussten in den vergangenen Tagen etwa 20 Prozent der "nicht mecklenburgischen Autofahrer", zur Umkehr aufgefordert werden. Da könne man sich leicht ausrechnen, wie hoch die Anzahl der Autos war, die insgesamt kontrolliert werden mussten. Wie sich aber herausstellte, handelt es sich bei den meisten der Kontrollierten um Berufspendler. Und die hätten über die Medien rasch von der neuen Situation erfahren und könnten entsprechende Schriftstücke vorlegen. Zwingend notwendige Fahrten, etwa zu einem Arzt, seien mit Beleg noch möglich.

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