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Corona-Pandemie
IG BAU fordert besseren Schutz der 2630 Bauarbeiter in Oberhavel

Auf den Baustellen in Oberhavel – wie hier am Speicher in Oranienburg – geht die Arbeit trotz Corona weiter (Archivbild).
Auf den Baustellen in Oberhavel – wie hier am Speicher in Oranienburg – geht die Arbeit trotz Corona weiter (Archivbild). © Foto: Karsten Schirmer
OGA / 26.03.2020, 12:22 Uhr
Oberhavel (MOZ) Trotz drastischer Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie arbeitet die Baubranche mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Allein im Landkreis Oberhavel seien zurzeit 2 630 Bauarbeiter im Einsatz. Von den Unternehmern und Bauleuten fordert die Gewerkschaft die genaue Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln. Frühstücksrunden im Baucontainer seien derzeit ebenso tabu wie Fahrten im vollbesetzten Bulli.

"Natürlich trifft Corona auch den Bau hart. Das Abstandhalten macht die Hand-in-Hand-Arbeit nicht leichter, ist aber ein Muss", sagt IG-BAU-Gewerkschafter Rudi Wiggert.Der Gewerkschafter appelliert an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Jedes Unternehmen brauche einen eigenen Pandemieplan.

"Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss unbedingt eingehalten werden – besser ist eine ganze Zollstocklänge: also zwei Meter. Das gilt für alle Bürger – und das muss auch auf dem Bau gelten." Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, "muss der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen", fordert Wiggert.

"Der Schutz der Beschäftigten hat oberste Priorität. Missachtet der Chef das, müssen sich die Mitarbeiter zur Wehr setzen. Dabei hilft die Gewerkschaft", macht Wiggert deutlich.

Laut Wiggert zeigt sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen. "Es sind die Maurer und Zimmerleute, die Landschaftsgärtner, die Dachdecker und Straßenbauer. Und vor allem auch die, die für den Nachschub auf dem Bau sorgen: die Beschäftigten der Baustoff-Industrie. Sie alle halten einen zentralen Wirtschaftszweig im Landkreis Oberhavel am Laufen", sagt Wiggert."Denn wer auch in der Krise für mehr Wohnraum und funktionierende Straßen sorgt, der baut mit seinem Job ein Stück an der Zukunft. Damit leisten Bauleute einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft."

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