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Waldwirtschaft
Forstleute arbeiten nur noch in kleinen Teams

Mit modernster Technik: Auch diese automatische Raupe wird in der Oberförsterei Steinförde eingesetzt.
Mit modernster Technik: Auch diese automatische Raupe wird in der Oberförsterei Steinförde eingesetzt. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 26.03.2020, 19:45 Uhr
Steinförde (MOZ) Gleichsam auf kleiner Flamme köcheln auch die Arbeiten im Wald. Wie der Sprecher der Landesforst, Jan Engel, am Donnerstag bestätigte, unterliegen die Arbeiten der Landesforst-Betriebe in den Wäldern der Region jenen strikten Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Epidemie von Bund und Ländern erlassen wurden.

So auch auf dem Gebiet der Landeswaldoberförsterei Steinförde. Engel betonte gleichwohl: "Es wird durchaus noch gearbeitet, allerdings in unterschiedlicher Weise." Nicht wenige Mitarbeiter speziell der Verwaltungen im brandenburgischen Landesforstbetrieb arbeiteten von zu Hause aus. "Und die Forstleute vor Ort in den Wäldern betreiben die Waldbewirtschaftung nur noch in kleinen Gruppen", erklärt der Pressesprecher.

Gesundheit das Wichtigste

Die Teams seien überschaubar, was freilich dazu führt, dass die vielen anstehenden Arbeiten sich in die Länge ziehen. "Na ja, und die Revierförster sind ja sowieso Einzelkämpfer", merkt Engel an. Grundsatz bleibe für die Landesforst: "Die Gesundheit ist das Wichtigste", stellte er klar.

Hinzu kämen aber wirtschaftliche Probleme. Etwa dass die Landesforst häufig die Aufträge zur Aufforstung an private Unternehmen vergibt, welche derzeit ebenso mit der Ausnahme-Situation zu kämpfen haben. "Wir können daher die Bürger vor Ort, die nun im Frühjahr eine zügige Aufforstung erwarten, nur um Geduld bitten." Überdies gibt es nach seinen Worten Probleme, was die Versorgung mit Pflanzgut, zum Beispiel mit Eicheln, angehe. "Und dann ist da noch die Trockenheit der vergangenen zwei Sommer", die den Forstleuten immer noch Probleme bereite, so dass manche Aufgaben bei der Waldbewirtschaftung zurzeit nicht zügig erledigt werden könnten.

Der Leiter der Oberförsterei Steinförde, Sven Oldorff, bittet die Bürger vor Ort, insbesondere die Wald- und Naturliebhaber, ebenso um Geduld. "Wesentlicher gedämpfter" gingen die Arbeiten in der aktuellen und prekären Situation vonstatten. Erfolge könne man dennoch vermelden. Damit die touristische Infrastruktur nach den von einigen Anwohnern kritisierten Fällarbeiten im Winter verbessert wird, sei der Radfernweg-Abschnitt zwischen Dagow und Großmenow instandgesetzt worden.

In wenigen Tagen solle zudem das gestapelte Stammholz direkt in Steinförde – unweit der Gaststätte Haveleck – abtransportiert werden. "Wir hoffen schon, dass wir in den nächsten Wochen einen entscheidenden Schritt vorankommen", merkt der Leiter der Oberförsterei an.

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