Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Tradition
Jubel und Trubel auf Sparflamme

Schwärmen vom Stechlin und vor allem von der Fischerei Böttcher: Die beiden Brüder und ihre Frauen sind in Oldenburg und Angermünde zu Hause. Sie lassen es sich seit Jahren nicht nehmen, Himmelfahrt in Neuglobsow zu verbringen.
Schwärmen vom Stechlin und vor allem von der Fischerei Böttcher: Die beiden Brüder und ihre Frauen sind in Oldenburg und Angermünde zu Hause. Sie lassen es sich seit Jahren nicht nehmen, Himmelfahrt in Neuglobsow zu verbringen. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 21.05.2020, 18:34 Uhr - Aktualisiert 21.05.2020, 22:40
Nord-Oberhavel (MOZ) Ein bisschen war es wie bei der aus dem künstlichen Koma erwachten Bundesliga: Am Himmelfahrtstag tat sich so einiges im Norden von Oberhavel. Die Tourismus-Hochburgen wie Neuglobsow am Stechlinsee verzeichneten zahlreiche Besucher.

Alles aber viel gedämpfter, verhaltener und oft auch mit Vorsicht und Rücksichtnahme. Etwa die lange Schlange am Verkaufsstand der Fischerei von Rainer Böttcher, bei der genau auf Abstand geachtet wurde. In der Fischerei fanden sich einmal mehr hunderte Radfahrer, Wanderer und einfach Spaziergänger ein. Einige von weit her. Eine Familie aus Oldenburg zum Beispiel schwört nach eigenem Bekunden auf den Himmelfahrtstag in Neuglobsow und insbesondere die Fischerei.

Herrschaften aus Priepert, teils mit Damenbegleitung, setzten sich etwas abseits und nahmen kurz die Masken ab, um sich zuzuprosten.

Im gesamten Oberhaveler Norden waren tatsächlich hunderte Radler unterwegs, einige sportlich in voller Montur und hart in die Pedale tretend zur Selbstoptimierung, andere gemütlich den sonnigen Tag genießend, die Blicke schweifend und die Seele baumeln lassend.

Sven Matthiesen, der Marienthaler, konnte vor seiner  Gaststätte sogar Gäste hoch zu Ross begrüßen. Die Männer aus Barsdorf und Neutornow stiegen von ihren außerordentlich ruhigen Quarter-Horse-Pferden und stillten ihren Durst.

Einen Volltreffer landete der evangelische Kirchenkreis Oberes Havelland, getreu dem Credo: Leise wirkt manchmal mehr als Poltern. Im Zehdenicker Klosterhof feierten die Christen singend, musizierend und guter Laune den Himmelfahrtstag, trotz der Untersagung durch das Gesundheitsamt des Landkreises. Landesbischof Christian Stäblein stärkte ihnen den Rücken dafür – alles unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG