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Sponsoring
Zehdenicker Stadion mit neuem Namen

Unterstützt den SV Zehdenick 1920: Gema-Baustoffe-Chef Karl-Heinz Grüneberg vor dem neuen Schild.
Unterstützt den SV Zehdenick 1920: Gema-Baustoffe-Chef Karl-Heinz Grüneberg vor dem neuen Schild. © Foto: Martin Risken
Martin Risken / 31.07.2020, 18:30 Uhr
Zehdenick (MOZ) Auf sicherem Fundament steht der SV Zehdenick 1920 drei Wochen vor dem Start in die Brandenburgliga. Nach außen sichtbares Zeichen des Aufschwungs ist der Namenszug am Eingang zum Stadion an der Jahnstraße. Für die nächsten zwei Jahre trägt der Havelsportplatz den Namen eines "Premiumsponsors": Gema-Baustoffe-Arena-Zehdenick" wird in aller Munde sein.

Ein großes Schild am Eingang und eine Anzeigetafel hinter der Bande zur Havel hin weisen den Weg in die neue Zeit. Ohne die Unterstützung der Sponsoren könne sich der SV Zehdenick 1920 das Abenteuer Brandenburgliga überhaupt nicht leisten, betonte Vereinschef Peter Hildebrandt am Freitag bei der Vorstellung des Sponsors. Wobei der Verein dennoch mit dem kleinsten Budget aller Vereine der Brandenburgliga auskommen müsse. Mehr als der Klassenerhalt werde wohl nicht drin sein und wäre aus heutiger Sicht Utopie, stapelt der Vereinschef tief. Der Kader mit 23 Spielern steht zwei Wochen vor der ersten Bewährungsprobe: dem Landespokalspiel gegen Altlüdersdorf am 15. August.

Mit der am 15. März 1991 in Marienthal gegründeten Gema Baustoffe sichert sich der Verein den finanziellen Rückhalt, den es braucht. Schließlich ist der Aufstieg mit deutlich höheren Kosten verbunden. Und Firmengründer Karl-Heinz Grüneberg hatte schon immer ein Herz für den Fußball, auch wenn er selbst nur Freizeitkicker war. Dem 71-Jährigen war es eine Herzensangelegenheit, dem SV Zehenick 1920 in seiner Heimatstadt unter die Arme zu greifen, auch wenn der Sitz der Firma mitterweile in Nassenheide ist, wo sich vor einigen Jahren die Möglichkeit bot, ein passendes Grundstück in zentraler Lage zu erwerben. Denn die Kunden kommen aus weiten Teilen der Region. Baubetriebe und private Bauherren werden mit Baustoffen aller Art beliefert. 14 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, vier davon leben heute in Zehdenick. Noch florieren die Geschäfte. Denn trotz der Corona-Krise wird weiter gebaut und investiert. Doch Karl-Heinz Grüneberg ist für die Zukunft eher ein wenig pessimistisch, in einem Jahr könnte sich das Blatt wenden und auch die Baubranche in schweres Fahrwasser geraten, wenn die Anschlussaufträge ausbleiben, weil den Leuten dann das Geld für Investitionen fehlt.

Eigentlich ist Karl-Heinz Grüneberg ein Quereinsteiger, kommt er doch ursprünglich aus der Mikroelektronik, bevor er 1991 nach einer Geschäftsidee suchte und im Baugewerbe fündig wurde. Das notwendige Fachwissen habe er sich selbst beigebracht. Auch der Name der Firma, der natürlich nichts mit dem Rechteverwerter mit Musiker zu tun hat, war relativ schnell gefunden: Eigentlich sollte der Name aus den Anfangsbuchstaben von Grüneberg und Marienthal entstehen, doch das klang irgendwie komisch. Da lag Gema schon näher.

Dass die Fans des SV Zehdenick die Entscheidung zur Umbenennung des Stadions mittragen werden, da ist sich Peter Hildebrandt sicher. Jedenfalls rechnet der Vereinsvorsitzenden nicht mit Protesten. Von Anfang an sollen auch Zuschauer zugelassen werden. Pro Spiel rechnet der Vereinschef mit 400  Besuchern. Die Stadt Zehdenick, deren Abgeordnete einstimmig für die Umbenennung votiert hatten, ließ dem Verein freie Hand.

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