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Bollhagen-Keramik rettet Ex-Botschaft

Roland Becker / 26.10.2015, 20:30 Uhr
Velten/Marwitz (MZV) Im Berliner Stadtteil Pankow bleibt ein zu DDR-Zeiten erbautes Haus dank einer Arbeit der Marwitzer Keramikerin Hedwig Bollhagen erhalten. Wie der "Tagesspiegel" jüngst schrieb, sollte das ehemalige Gebäude an der Grabbeallee, in dem zu DDR-Zeiten die australische Botschaft residierte, abgerissen werden.

"Weil der Eigentümer mit dem Abriss nicht aus dem Knick kam, haben die Kollegen von der Denkmalpflege das Zeitfenster genutzt und das Gebäude unter Schutz gestellt", zitiert die Zeitung Pankows Baustadtrat Jens-Holger Kirchern (Grüne).Ausschlaggebend für diesen Schritt war die mit Keramikwänden aus der Bollhagen-Werkstatt geschmückte Fassade. Die teilweise aus Kreuzsteinen bestehende Fassade gab dem 1973/74 gebauten Haus, gemessen an der damals eher eintönigen Architektur der DDR, etwas Besonderes. Bollhagen hat diese rötlich-braunen Steine für die Fassade brennen lassen.

Laut "Tagesspiegel" hatte der Besitzer, der das Haus abreißen lassen wollte, die Keramiken dem Veltener Bollhagen-Museum geben wollen.

Bollhagens Baukeramik ist weit weniger bekannt als ihre Gebrauchskeramik. Dabei entstanden in ihrer Werkstatt prägende Elemente für Bauwerke wie die Kreuzkirche in Berlin-Schmargendorf oder den S-Bahnhof Pankow. Auch an der Restaurierung von Kloster Chorin, des Roten Rathauses und der Nikolaikirche in Berlin war Bollhagen beteiligt.

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