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Ein Kantersieg, der eigentlich keiner war

Negativserie beendet: Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen gewann Hennigsdorf II (rechts mit Peter Kimmel) gegen Grüneberg mit 6:1. "Wir könnten schon fünf oder sechs Punkte mehr auf dem Konto haben, sagt Trainer Benjamin Eggebrecht.
Negativserie beendet: Nach zuletzt nur einem Punkt aus drei Spielen gewann Hennigsdorf II (rechts mit Peter Kimmel) gegen Grüneberg mit 6:1. "Wir könnten schon fünf oder sechs Punkte mehr auf dem Konto haben, sagt Trainer Benjamin Eggebrecht. © Foto: MZV
Stefan Zwahr / 20.11.2017, 06:35 Uhr - Aktualisiert 20.11.2017, 16:32
Hennigsdorf (HGA) Im Verfolgerduell der Fußball-Kreisliga West wusste sich der FC 98 Hennigsdorf am Sonnabend gegen Fortuna Grüneberg zu behaupten. Verdientermaßen. Alle Beteiligten waren sich aber einig, dass der 6:1 (3:1)-Erfolg nicht dem Spielverlauf entsprach.

"Der Sieg ist vielleicht um zwei Tore zu hoch ausgefallen", räumte Kapitän Mathias Wolff nach dem Spiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn ein. Wenngleich es sein Team im zweiten Abschnitt "schleifen gelassen" habe, sorgten Stephan Arndt (80.), Robert Mann (86.) und Wolff selbst (88.) mit ihren Toren noch für den höchsten Saisonsieg. "Der Dreier an sich war aber verdient. Im ersten Abschnitt waren wir deutlich überlegen." Dies galt vor allem für die ersten 25 Minuten. "Da haben wir so gespielt, wie wir es uns vorstellen", bemerkte Stephan Arndt, der in der 20. Minute zum 2:0 traf. Die Führung hatte Wolff besorgt (8.). Nicht nur dieser ärgerte sich über den Gegentreffer in der 28. Minute durch Hussein Berjawi. "Es war die erste und einzige Chance der Grüneberger in der ersten Halbzeit. Aber man muss schon sagen, dass er das gut gemacht hat."

Hennigsdorf kam in der Folge etwas von der Linie ab, offenbarte Unsicherheiten. "Das Halbzeit-Ergebnis ging dennoch in Ordnung", sagte Arndt. Zur Pause führte sein Team vor 45Zuschauern durch ein Eigentor von Ole Menzel (44.) mit 3:1. Im zweiten Abschnitt habe das Spiel den Stempel Kreisliga verdient gehabt. Nennenswerte Szenen in den Gefahrenzonen gab es nur wenige - bis zur Schlussphase, in der die Hennigsdorfer eiskalt zuschlugen.

"Darum haben wir uns die sechs Tore schon verdient", meinte Stephan Arndt. Dieser hatte im Sommer seine Laufbahn in der Ersten beendet. "Da spiele ich in der Regel auf der Sechs. Diesmal kam ich weiter vorn zum Einsatz. Es lief erstaunlich gut", freute sich der Doppeltorschütze. In der neuen Liga und dem neuen Team fühle er sich absolut wohl. "Ich wollte nur noch Freizeitfußball spielen. Ich helfe gern aus, wenn es passt. Und wenn es so läuft, ist es umso besser."

Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg steht der FC 98 nun mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenführer auf Platz3. "Wir haben schon zu viele einfache Punkte verloren. Darum sind wir zurecht nicht oben dran", so Wolff. Die Vorgabe, unter die ersten Fünf kommen zu wollen, sei aber realistisch.

Hennigsdorf II: Wollenburg - Kimmel, Göppert, Wolf, Stephan (74. Heitepriem), Nikov, T.Dietrich (46. Rubio), Zeidler, Schäfer, Simon (79. Mann), Arndt

Grüneberg: Petermann - Formella, Klingebeil, Zaika, Gatzke, H. Berjawi (26. Scekic), Menzel, H. Ludwig, Krüger, Schmiedel (46. K. Berjawi), Domke (60. Still)

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