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Verkehrsministerin Kathrin Schneider möchte sich für Veltens Anschluss auf keinen Zeitplan festlegen

3,1 Millionen Euro für neuen Bahnhsteig

Ministerin Schneider (Mitte) überreichte den Scheck an Bürgermeisterin Ines Hübner und Friedemann Kessler von der Deutschen Bahn.
Ministerin Schneider (Mitte) überreichte den Scheck an Bürgermeisterin Ines Hübner und Friedemann Kessler von der Deutschen Bahn. © Foto: HGA/Roland Becker
Roland Becker / 23.12.2017, 08:12 Uhr - Aktualisiert 05.01.2018, 14:16
Velten (HGA) Einen Zuwendungsbescheid über 3,1 Millionen Euro für die Sanierung der Bahnanlagen hat Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag vor Veltens Bahnhof an Stadt und Bahn übergeben. Der Baustart erfolgt Ende Januar.

"Schön ist anders", merkte die Ministerin mit Blick auf die Bahnsteigüberführung - Galgen genannt - an. Gemeinsam mit der Stadt Velten und der Deutschen Bahn werden bis Oktober 2018 rund fünf Millionen Euro investiert, um das zu errichten, was sich im Bahn-Deutsch Verkehrsstation nennt. Im Veltener Fall zählen dazu ein100 Meter langer und teils überdachter Bahnsteig sowie eine neue Überführung mit drei Fahrstühlen. Damit hat die Stadt Velten mehr erreicht, als die Bahn in eine solche Anlage gemeinhin investiert. Dort wird nach Zahlen geschaut. 2016 stiegen werktäglich 1 700 Menschen ein und aus, nur gut 200 mehr als 2010. "4 000 oder 6 000 wünsche ich mir", sagte die Ministerin.

Diesen Zahlen wesentlich näher käme sie, wenn das Land zeitnah den dringlichsten Wunsch der Ofenstädter erfüllt: den Wiederanschluss ans S-Bahn-Netz. Gegenüber dieser Zeitung sagte Schneider: "Die S-Bahn kommt. Aber wann sie kommt, ist noch nicht sicher. Ich sage kein Datum." Auch auf den von Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) geforderten Baubeginn spätestens 2022 wollte sich Schneider nicht festlegen lassen. Allerdings unterstrich sie die Abkehr von der bisherigen Schienenverkehrspolitik. Ihr Vorgänger Jörg Vogelsänger (SPD) hatte dem Ausbau der Schienenwege im Berliner Speckgürtel wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Schneider hingegen stellt klar: "Der urbane Knoten Berlin-Brandenburg krankt an Engpässen." Die im Projekt i2030 aufgenommenen acht zu entwickelnden Korridore, zu denen der Veltener gehört, seien gesetzt. Sie deutete an, dass der Velten-Korridor eher zu den früher umsetzbaren Projekten zählt: "Hier weiß man recht klar, was man machen muss. Die Varianten sind überschaubar."

(Kommentar + Seite 5)

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